Ski alpin
Kein Podest, aber zufrieden

Hinterstoder. Felix Neureuther und sein Chef waren sich einig. "Mannschaftlich war das sehr, sehr stark", sagte der Skirennfahrer nach dem Riesenslalom in Hinterstoder und den Plätzen fünf, sechs und elf als beste Resultate für das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV). "Nur wir als Mannschaft wollen nicht mit einem fünften Platz zufrieden sein, sondern wollen uns schon noch weiter nach oben orientieren."

Denn ein Podestplatz wäre beim Sieg des überragenden Franzosen Alexis Pinturault am Freitag durchaus möglich gewesen. Stefan Luitz fiel von Rang zwei nach dem ersten Durchgang aber zurück auf die Fünf. Neureuther blieb Sechster und konnte die Top Drei auch nicht attackieren. Zumindest Benedikt Staubitzer verbesserte sich von Platz zwölf auf Rang elf und holte sein bestes Weltcup-Resultat. Fritz Dopfer aber fiel als Achter zurück auf einen enttäuschenden 19. Rang.

Bei DSV-Alpinchef Wolfgang Maier war die Verärgerung über die verpassten Podestplätze daher hörbar größer als die Freude über die geschlossene Mannschaftsleistung. "Was wir in diesem Winter schon für Chancen haben liegen lassen ...", sagte Maier. "Die Podestplätze kommen auch wieder. Aber man muss es selbstkritisch ansprechen."

Ganz im Gegensatz zum Franzosen Pinturault, der am Tag vor dem Super-G am Samstag trotz Fehlern in beiden Durchgängen viel zu schnell war für alle Konkurrenten. Marcel Hirscher aus Österreich fehlten im Ziel 0,79 Sekunden, dank Rang zwei baute er seinen Vorsprung im Gesamtweltcup auf den am Freitag viertplatzierten Henrik Kristoffersen aber weiter aus. Dritter wurde Pinturaults Teamkollege Thomas Fanara. "Ich glaube, dass Pinturault und Hirscher zur Zeit in einer anderen Liga sind", meinte Luitz anerkennend. Mit seiner eigenen Leistung war der 23-Jährige aus dem Allgäu aber auch einverstanden - schließlich hat er nach ähnlichen Ausgangslagen schon des Öfteren gepatzt.

Ergebnisse

1. Alexis Pinturault (Frankreich) 2;31,72 (1:16,03/1:15,69) Min.; 2. Marcel Hirscher (Österreich) 2:32,51 (1:16,90/1:15,61); 3. Thomas Fanara (Frankreich) 2:32,64 (1:16,81/1:15,83); ...5. Stefan Luitz (Bolsterlang) 2:33,13 (1:16,54/1:16,59); 6. Felix Neureuther (Partenkirchen) 2:33,39 (1:17,01/1:16,38); ...11. Benedikt Staubitzer (Mittenwald) 2:34,19 (1:17,53/1:16,66); ...19. Fritz Dopfer (Garmisch) 2:34,86 (1:17,16/1:17,70);
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