Ski-Langlauf
Deutsche Langläufer immer stärker

An Martin Johnsrud Sundby (Bild), den Gesamtführenden der Tour de Ski, können die deutschen Langläufer nicht heranreichen. In Toblach bewiesen sie jedoch erneut, dass ihre Formkurve nach oben zeigt. Bild: dpa
Sport DE/WELT
Deutschland und die Welt
09.01.2016
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Toblach. Die deutschen Langläufer kommen aus dem Lachen bei der Tour de Ski kaum noch heraus. Am Freitag sorgte ein Novum sowie die gebrachte Leistung dafür: Jonas Dobler und Geburtstagskind Andreas Katz liefen in Toblach auf dem sechsten Tagesabschnitt über 10 Kilometer in der freien Technik bis auf die Zehntelsekunde exakt die gleiche Zeit und wurden hervorragende Elfte. Denise Herrmann und Steffi Böhler sorgten als Achte und Neunte für das beste Distanzergebnis der deutschen Frauen in diesem Winter.

In der Gesamtwertung scheint zumindest bei den Männern die Entscheidung vor den letzten beiden Etappen gefallen. Martin Johnsrud Sundby wurde hinter seinem Teamkollegen Finn Haagen Krogh Zweiter und baute nach dem Einbruch in Oberstdorf seine Führung auf 1:28 Minuten vor Petter Northug aus. Top-Favoritin Therese Johaug als Tagesfünfte verlor erneut wichtige Sekunden auf ihre diesmal Drittplatzierte Teamkollegin Ingvild Flugstad Oestberg. Es gewann sensationell die Amerikanerin Jessica Diggins.

"So etwas habe ich auch noch nicht erlebt, ist aber total cool. Jonas und ich sind Zimmerkollegen, teilen uns auf den Reisen ein Ehebett. Sieht fast so aus, als hätten wir uns abgesprochen", witzelte Andreas Katz an seinem 28. Geburtstag. Als Lohn für eine wieder starke Leistung, die ihm einen nie erwarteten 13. Platz in der Gesamtwertung einbrachte, wartete im Hotel eine große Torte, die ihm die Mannschaft zusammen mit einem Ständchen am Morgen als Geschenk überbracht hatte. "Ich muss aber teilen, sonst kommt wohl keiner von uns am Sonntag den Berg hinauf", meinte Katz.

So locker, wie er sich nach dem Rennen gab, war der derzeit beste DSV-Läufer im Rennen nicht. "Seit dem Sprint in Oberstdorf quält mich ein starker Husten. Der macht es nicht leichter, wenn man Vollgas geben muss", sagte der Baiersbronner.

Einen richtig guten Wettkampf hatten auch Denise Herrmann und Steffi Böhler. "Es wird von Tag zu Tag besser. Früher bin ich am Ende der Tour platt gewesen, jetzt fühle ich mich lockerer als zum Tour-Start", bemerkte Herrmann. Sie führt das auf die Intervall-Trainingswochen im Sommer zurück. "Jetzt stimmt das Gesamtpaket", berichtete sie, während Böhler im Gesamtklassement Steigerungsmöglichkeiten sieht. "Da ist von uns das letzte Wort nicht gesprochen", meinte die Schwarzwälderin. Sandra Ringwald liegt auf Position zwölf, Herrmann ist 15. und Böhler 19.
Ich muss aber teilen, sonst kommt wohl keiner von uns am Sonntag den Berg hinauf.Andreas Katz über seine Geburtstagstorte
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