Ski-Langlauf
Tour de Ski mit Licht und Schatten

Norwegen stellt die Sieger bei der 10. Tour de Ski. Diesmal schaffen es beim Saisonhöhepunkt der Langläufer keine DSV-Athleten unter die besten 15. Dennoch sind die Aussichten für die Zukunft gar nicht so schlecht.

Val di Fiemme. Die deutschen Wünsche bei der Tour de Ski erfüllten sich nicht ganz, doch die Richtung stimmt: Während die norwegischen Gesamtsieger Therese Johaug und Martin Johnsrud Sundby auf der Alpe Cermis triumphierten, sorgten Stefanie Böhler und Andreas Katz jeweils als 16. für die besten Gesamtresultate der DSV-Langläufer. Mit Rang zehn in der Tageswertung unterstrich Böhler am Sonntag zudem den Anspruch des deutschen Damen-Teams, in jedem Wettkampf einen Top-10-Rang anzupeilen.

Johaug musste bei der zehnten Auflage des Etappenrennens bis zum Finale kämpfen, um ihre sensationell stark laufende Freundin Ingvild Flugstad Oestberg zu bezwingen und die 400 Weltcup-Punkte einzusammeln. Sundby wurde vom ersten Tag an seiner Favoritenrolle gerecht und distanzierte die Konkurrenz bei seinem Tour-Sieg-Hattrick nach Belieben. Im Stile eines Gentlemans empfing er bereits ausgeruht alle nach ihm ins Ziel kommenden Läufer am Schlussanstieg mit Beifall. Mit rund 113 500 Euro Preisgeld war er auch der Großverdiener des Acht-Etappen-Rennens durch die Schweiz, Deutschland und Italien. Frauen-Siegerin Johaug ist um 107 000 Euro reicher.

Die deutschen Athleten scheiden mit unterschiedlichen Gefühlen von der Jubiläums-Tour. Bei den Damen waren zwei schwächere Tage ausschlaggebend dafür, dass das selbstgesteckte Ziel, mindestens eine Athletin unter die besten Zehn der Gesamtwertung zu bringen, nicht gelang. Anders die Herren. Nach der Katastrophensaison 2014/2015 und dem folgenden Totalumbau des Teams hatte kaum jemand damit gerechnet, dass der Gesamt-17. Jonas Dobler und Andreas Katz an die Tür zur Weltspitze anklopfen können. "Wir haben jetzt zwei Sportler im Anschlussbereich, dahinter klafft aber eine große Lücke", analysierte Trainer Janko Neuber.
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