Skilanglauf
Guter Start bei Tour de Ski

Lenzerheide. Die Schweiz ist für die deutschen Sprinter ein gutes Pflaster. Beim Auftakt der Tour de Ski der Langläufer kamen am Neujahrstag in der Lenzerheide Hanna Kolb und Sebastian Eisenlauer jeweils in die Halbfinals, wurden dort Fünfte und belegten in der Endabrechnung beide Platz neun.

Die Tour-Favoriten gaben sich im von ihnen ungeliebten Sprint keine Blöße. Bei den Frauen schaffte es die Norwegerin Therese Johaug beim Sieg von Olympiasiegerin Maiken Caspersen Falla in das Halbfinale. Ihr Teamkollege Martin Johnsrud Sundby stürmte völlig unerwartet sogar ins Finale und wurde dort Vierter. Seinen dritten Sprint-Sieg in Serie sicherte sich der Italiener Federico Pellegrino. Bei den Massenstartwettbewerben am Samstag über 15 beziehungsweise 30 Kilometer in der klassischen Technik wird mit einem Angriff der beiden Norweger gerechnet. Hanna Kolb strahlte nach ihrem neunten Rang, war zugleich aber etwas traurig, dass sie das Finale wie sonst immer am Neujahrstag in der Schweiz verpasst hatte. "Meine Zeit als Fünfte des Laufes war besser als die der Siegerin des anderen Halbfinals. Am Ende hat nur ein klein wenig mehr Kraft am letzten Anstieg gefehlt. Da war die Lücke leider etwas groß geworden", meinte die Buchenbergerin. Von Coach Torstein Drivenes bekam sie ein dickes Lob. "Sie ist im Moment in der Weltspitze. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie auch auf dem Podest steht", betonte der verantwortliche Disziplintrainer Damen. Auf einen Platz unter den Top drei hatte auch Denise Herrmann gehofft, doch der Oberwiesenthalerin fehlt im Moment die Spritzigkeit. "Die Muskulatur wollte im Viertelfinale nicht das, was der Kopf wollte. Es fehlen derzeit ein paar Prozent, aber die machen den Unterschied zwischen der Weltspitze und dem Rest aus", sagte Herrmann.

Zum zweiten Mal in diesem Winter stand Sebastian Eisenlauer in einem Halbfinale und verkaufte sich dort sehr ordentlich. "Die Vorbereitung nach Weihnachten verlief nicht ganz so optimal, deshalb muss ich mit dem Ergebnis zufrieden sein. Es geht aber durchaus noch besser, erklärte der Sonthofener. Herren-Coach Janko Neuber lobte die Fortschritte bei Eisenlauer. "Es war wieder ein Schritt nach vorn. Irgendwann ist auch das Finale möglich und fällig", meinte der Sachse, der auch mit Thomas Bing zufrieden sein konnte. Der Thüringer war überraschend ins Viertelfinale gekommen und dort nur knapp gescheitert.
Am Ende hat nur ein klein wenig mehr Kraft am letzten Anstieg gefehlt. Da war die Lücke leider etwas groß geworden.Hanna Kolb
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