Skispringer schafft Sprung ins WM-Aufgebot - 28 Athleten in Falun dabei
Zuschlag für Wellinger

Andreas Wellinger hat den Wettlauf mit der Zeit gewonnen. Der Skisprung-Team-Olympiasieger von Sotschi steht im Aufgebot für die nordischen Weltmeisterschaften, die am Mittwoch kommender Woche in Falun beginnen. Insgesamt schickt der Deutsche Skiverband (DSV) 28 Sportlerinnen und Sportler nach Schweden. Zu den heißesten Gold-Anwärtern zählen Kombinierer Eric Frenzel und Skispringer Severin Freund.

Nachwuchs belohnt

Das Aufgebot hält kaum Überraschungen bereit. Lediglich die Tatsache, dass die in der vergangenen Woche im kasachischen Almaty zu Junioren-Weltmeistern gekürten Langläufer Victoria Carl (Zella-Mehlis) und Florian Notz (Böhringen Römerstein) in Falun dabei sein werden, gilt als Achtungszeichen und ist Lohn für die gezeigten Leistungen. "Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Wir sind mit allen Teams so aufgestellt, dass wir erfolgreich sein können", sagte die DSV-Sportdirektorin für die Bereiche Ski Nordisch und Biathlon, Karin Orgeldinger.

Erfolgsgaranten sollen wieder die Kombinierer sein. "Wir haben vier Wettbewerbe, drei Medaillen sind unser Ziel", meinte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Er setzt besonders auf Titelverteidiger Frenzel, weiß aber zugleich, dass auch der Olympiasieger schwächeln kann. "Man hat zuletzt gesehen, wenn es bei Eric mal nicht klappt, waren die anderen ein Stück von den Medaillen weg. Wir haben aber drei, vier Leute, die auf's Stockerl kommen können", erklärte der Coach, der bis zum Abflug nach Falun intensiv mit seinen Ausgewählten trainiert. "Wir wollen sie jetzt so in Form bringen, dass es am Tag X mit Medaillen klappt."

Mit der Personalie Wellinger hat Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster eine weitere Alternative, um sein Ziel von zwei Medaillen - je eine im Einzel und in der Mannschaft - erreichen zu können. Der Ruhpoldinger war beim zweiten Weltcup-Wochenende im November in Kuusamo schwer gestürzt und hatte sich das Schlüsselbein gebrochen. Verbissen kämpfte Wellinger um eine schnelle Rückkehr und gab bei der Junioren-WM vergangene Woche mit zwei Silbermedaillen ein erfolgreiches Comeback. Nun wird er in Oberstdorf auch für die Springen auf der Großschanze fitgemacht.

Freund in der Weltspitze

In erster Linie setzt Schuster auf seinen Vorzeige-Springer Freund. "Er hat das Zeug für Medaillen, denn er ist in der Weltspitze angekommen", bemerkte der Coach. Er weiß um die Unwägbarkeiten des Springens. "Es wird in jedem Fall schwer. Aber mit dieser Mannschaft ist auch mehr möglich", meinte Schuster.
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