Spieltag nicht zerstückeln

Fanvertreter lehnen eine weitere Zerstückelung der Spieltage in der Fußball-Bundesliga als Reaktion auf den englischen TV-Milliarden-Deal strikt ab. Indirekte Unterstützung erhalten sie sogar von Branchenprimus FC Bayern München. "Man muss sich aber schon mal die Frage stellen, warum England jetzt einen Schuss von 70 Prozent nach oben gekriegt hat", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Der Schuss von 70 Prozent ist nicht gekommen, weil jetzt in England ein Spieltag, nämlich der Freitagabend, eingeführt wurde, sondern weil mit British Telecom ein großer Gambler (Spieler) ins Spiel gekommen ist, der BSkyB unter Druck gesetzt hat und sie dazu gezwungen hat, großes Geld zu zahlen."

Die bundesweite Vereinigung "Pro Fans" warnte davor, mit einer weiteren Ausdehnung der Anstoßzeiten den deutschen Trumpf ausverkaufter und stimmungsvoller Stadien zu verspielen. "Der aktuelle Stand ist für Fußballfans bereits eine absolute Zumutung", teilte die Organisation "IG Unsere Kurve" mit. Auch die ARD äußerte sich als Rechteinhaber der ersten frei empfangbaren Bundesliga-Bilder wie erwartet kritisch zu Gedankenspielen aus der Bundesliga, den Spieltag weiter zu zerstückeln. "Das derzeitige Maß von fünf Spielen, die um 15.30 Uhr beginnen und von uns gezeigt werden, sollte man nicht unterschreiten", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky.
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