Spitzenschlager ohne Tore

Keine Vorentscheidung in Sachen Herbstmeisterschaft brachte der Kreisliga-Gipfel beim TSV Detag Wernberg. Im Gegenteil: Durch das torlose Remis konnte sich sogar der FC Wernberg bis auf zwei Zähler an das Spitzenduo heranarbeiten.

Schwandorf. (aho) Keinen Sieger und deshalb auch keine neuen Erkenntnisse brachte das Spitzenduell in der Kreisliga West zwischen den zwei punktgleichen Titelanwärtern TSV Detag Wernberg (27) und 1. FC Schwarzenfeld (27). Torlos stand es am Ende einer sehenswerten Partie zweier Ex-Bezirksligisten. Noch völlig offen ist, wer als Herbstmeister in den zweiten Teil der Saison geht. Zwei Spieltage sind noch zu absolvieren, und neben dem Führungsduo haben auch noch der FC Wernberg (25) und der ASV Burglengenfeld II (23) gute Aussichten auf den inoffiziellen Titel.

Burglengenfeld setzte sich gegen den FC Schmidgaden (22) unverhofft klar mit 6:3 durch, Wernberg demonstrierte seine spielerische Klasse durch das 4:1 beim FC OVI-Teunz (16), dessen anfänglicher Höhenflug vorerst beendet ist. Für jede Überraschung gut ist die SpVgg Neukirchen-Balbini (21), die ihren Auftritt bei SF Weidenthal (14) mit einem 7:0-Erfolg krönte. Der Verlierer ist inzwischen in einer bedrohlichen Nähe der Abstiegszone gelandet. In dieser befinden sich unverändert der 1. FC Schwandorf (1), dem auch gegen den 1. FC Rötz (19) nicht der erhoffte erste Sieg gelang, die DJK Gleiritsch (7) nach dem 0:1 beim TSV Tännesberg (14) sowie der TSV Nittenau (9). Der Drittletzte kam beim TSV Winklarn (13) zu einem schmeichelhaften 0:0.

TSV Detag Wernberg       0:0       1. FC Schwarzenfeld
SR: Stefan Ebensberger (1.FC Schmidgaden) - Zuschauer: 475

(lfj) Trotz der fehlenden Tore lieferten sich die beiden Liga-Primis einen rassigen Spitzenschlager. Dabei überraschte die Heimelf vor allem mit einer starken Leistung und viel läuferischem Aufwand. Die Köblitzer gingen aggressiv zu Werke, attackierten früh und zwangen den technisch versierten Gast dazu, mit langen Bällen zu operieren. Die Detag-Abwehr stand einmal mehr souverän und hatte nur bei einem Freistoß von Johannes Frey, der ans äußere Lattenkreuz klatschte, eine torreife Szene zu überstehen. Ansonsten trat Schwarzenfeld kaum gefährlich in Erscheinung. Auf der Gegenseite brannte es einige Male vor dem Tor der Gäste, doch der TSV belohnte sich nicht für seine Mühen.

Im zweiten Abschnitt musste der TSV Detag dem hohen Aufwand auf dem weichen Untergrund Tribut zollen und die Kräfte ließen etwas nach. Schwarzenfeld drängte Detag jetzt in die Defensive. Dabei vergaben aber Thimo Luff und Jiri Sisa nach einem Konter innerhalb weniger Sekunden zwei Topchancen, denn FC-Keeper Adam Afghani parierte jeweils (58.). Die bis dahin beste Möglichkeit vergab auf der Gegenseite Bernd Heinisch für die Gäste, als er frei vor dem TSV-Tor an Keeper Marco Schönberger scheiterte (66.). In der Schlussphase hätte der TSV den Siegtreffer machen müssen, doch Patrick Schmid rutschte der Ball bei einer Hereingabe wenige Meter vor dem FC-Tor über den Spann.

SF Weidenthal       0:7 (0:3)       SpVgg Neukirchen/B.
Tore: 0:1 (9.) Markus Weber, 0:2 (11.) Alexander Bucher, 0:3 (16.) Markus Weber, 0:4 (50.) Stefan Noe, 0:5 (75.) Christian Biebl, 0:6 (77.) Markus Weber, 0:7 (88.) Stefan Noe - SR: Florian Höcherl (TSV Falkenstein) - Zuschauer: 100

(aho) Deutlich zu hoch fiel die Heimniederlage des SF Weidenthal gegen die Gäste aus Neukirchen aus. Zwar war die Leistung der Heimelf an diesem Tage schwach, doch auch die SpVgg trat keineswegs überragend auf. Sie nutzte lediglich die sich bietenden Torchancen besser. Von Beginn an war Neukirchen-Balbini im Vorteil, nach einer Viertelstunde stand es bereits 3:0 für den Gast, der die passive Spielweise des Gegners nutzte. Etwas ausgeglichen verlief der zweite Durchgang. Noe erhöhte in der 50. Minutze auf 4:0, dann war viel Leerlauf zu verzeichnen. In der letzten Viertelstunde kam die SpVgg noch zu drei weiteren Toren gegen eine indisponierte Weidenthaler Abwehr.

TSV Winklarn       0:0       TSV Nittenau
SR: Robert Rem (SV Leonberg) - Zuschauer: 100 - Gelb-Rot: (89.) Faltermeier (Winklarn) wegen Meckern - Rot: (40.) Schmidbauer (Nittenau) wegen Foulspiel

(aho) Aus der Sicht des TSV Winklarn ist das torlose Unentschieden im Kellerduell gegen den TSV Nittenau unbefriedigend. Während die Gäste über den Punkt glücklich waren, trauerte die Heimelf den zahlreich vergebenen Torchancen in der zweiten Halbzeit nach. Zunächst war es eine ausgeglichene Partie mit wenig Höhepunkten, beiderseits gab es kaum Tormöglichkeiten. In der 40. Minute wurde der Gast durch die Rote Karte für Stefan Schmidbauer dezimiert. Nach dem Wechsel bestimmte Winklarn das Geschehen, die Mannschaft wirkte entschlossener als der Gast. Insgesondere bei Standardsituationen waren die Platzherren gefährlich. Zu einem Treffer reichte es nicht, sodass sie sich mit einem Zähler begnügen mussten.

FC OVI-Teunz       1:4 (0:3)       FC Wernberg
Tore: 0:1 (1.) Maximilian Schatz, 0:2 (16.) Bernd Zimmermann, 0:3 (37.) Christoph Lindner, 0:4 (68.) Johannes Schweiger, 1:4 (75.) Daniel Tröger - SR: Christian Ertl (SV Waldau) - Zuschauer: 150

(aho) Dem FC OVI-Teunz gelingt es derzeit nicht, die guten Trainingseindrücke im Spiel umzusetzen. Die Mannschaft zeigte sich gegen den spielerisch starken FC Wernberg bemüht, doch reichte es nicht zu etwas Zählbarem. Bereits der erste Angriff der Gäste brachte das 0:1 durch Schatz. Der FC blieb das bessere Team, das neben den Treffern noch zwei Pfostenschüsse verzeichnete. Die Heimelf hatte ebenfalls einige Möglichkeiten, scheiterte aber im Abschluss. Das 0:3 zur Pause war schon die Vorentscheidung. Nach der Halbzeit wurde die Begegnung ausgeglichener, Wernberg blieb aber am Drücker. Erst beim Stand von 0:4 erzielte Daniel Tröger den Ehrentreffer für die Hausherren, die gegen einen entschlossenen Tabellendritten auf verlorenem Posten standen.

ASV Burglengenfeld II       6:3 (2:1)       FC Schmidgaden
Tore: 0:1 (3.) Simon Werner, 1:1 (41./Foulelfmeter) Christopher Ludascher, 2:1 (44.) Thomas Kojda, 2:2 (50.) Alexander Schmidl, 3:2 (58.) Thomas Kojda, 4:2 (70.) Thomas Dorrer, 5:2 (80.) Mario Götzfried, 6:2 (81.) Thomas Dorrer, 6:3 (89.) Maximilian Stammler - SR: Mario Mailbeck (SC Ettmannsdorf) - Zuschauer: 100

(aho) Das Verfolgerduell endete mit einem unerwartet deutlichen Erfolg des ASV Burglengenfeld II. Die bislang so sichere Abwehr des FC Schmidgaden war an diesem Tag mehrfach nicht im Bilde. Dabei begann es vielversprechend für die Gäste, denn schon in der dritten Minute erzielte Werner den Führungstreffer. Burglengenfeld brauchte lange, um sich zu befreien. Erst kurz vor dem Pausenpfiff leitete Ludascher mit einem verwandelten Elfmeter die Wende ein. Nur wenig später brachte Kojda den ASV erstmals in Führung. Nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit vielen Torraumszenen. Schmidl gelang in der 50. Minute der 2:2-Ausgleich, dann zogen die Gastgeber durch Kojda und den eingewechselten Dorrer auf 4:2 davon. Der Doppelschlag von Götzfried und Dorrer zerstörte alle Schmidgadener Hoffnungen, die einige gute Chancen vergaben. Erst in der vorletzten Minute wurden die Bemühungen des FC mit dem 3:6 durch Stammler belohnt.

FC Schwandorf       1:3 (0:2)       FC Rötz
Tore: 0:1 (11.) Jan Havlicek, 0:2 (19.) Jan Havlicek, 0:3 (85.) Jakub Puchmertl, 1:3 (89.) Stefan Mehrl - SR: Lisa Manner (Schwarzenfeld) - Rot : (21.) Tobias Schießl (Schwandorf) Foulspiel

(rid) Der FC Rötz wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann beim Schlusslicht FC Schwandorf mühelos mit 1:3. Die beiden Treffer durch Jan Havlicek bedeuteten frühzeitig die Entscheidung. Als Schiedsrichterin Lisa Manner in der 21. Minute dem Schwandorfer Tobias Schießl nach einem Foulspiel auch noch die Rote Karte zeigte, war der Widerstand der Platzherren endgültig gebrochen. Die Gäste schalteten ihrerseits einen Gang zurück, so dass das Spiel dahin plätscherte bis zur 85. Minute, als Jakub Puchmertl der Treffer zum 0:3 gelang. Damit hatten sich die Befürchtungen von Trainer Robert Arnold bestätigt, für den die tschechischen Spieler im Rötzer Trikot den Unterschied ausmachten. Wenigstens gelang Stefan Mehrl kurz vor Schluss noch der Ehrentreffer für Schwandorf.

TSV Tännesberg       1:0 (0:0)       DJK Gleiritsch
Tore: 1.0 (63./Handelfmeter) Thomas Hauer - SR: Roidl (Ensdorf) - Zuschauer: 160

Ein Handelfmeter, aus Sicht der Gäste unberechtigt, entschied das Derby, in dem für beide Mannschaften sehr viel auf dem Spiel stand. Der TSV-Keeper parierte in der Anfangsphase zwei gute Torchancen der DJK Gleiritsch, die vorübergehend ein leichtes Übergewicht besaß. Nach verteilten Spielanteilen stand es zur Pause völlig zu Recht torlos. Bei etwas mehr Glück hätte kurz nach Wiederanstoß Thomas Hauer den TSV nach einer Flanke von Johannes Stahl in Führung bringen können. Fast im Gegenzug verfehlte ein Gästeschuss nur knapp das TSV-Gehäuse. Nach einer Viertelstunde jubelte der TSV-Anhang erstmals, Thomas Hauer soll nach Auffassung des Linienrichters aber im Abseits gestanden sein. Die Emotionen im Gästeblock kochten hoch, als der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt zeigte. Thomas Hauer ließ dem guten Gästeschlussmann keine Abwehrmöglichkeit. Eine gute Chance hatte kurz darauf Spielertrainer Bafra, ein Vorbild im Einsatz, auf dem Weg zum Tor. In der Folgezeit wurde es ein sehr kampfbetontes Spiel mit teils übertriebener Härte. Die Gäste steckten nie auf, kamen immer wieder gefährlich vor das TSV-Tor, doch Tännesberg konnte sein Gehäuse sauberhalten.
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