Sport-Sensationen am Wochenende
Handballer werden Europameister, Hymnen auf Kerber

Was für ein Sport-Wochenende: Die deutschen Handballer holen den EM-Titel, Angelique Kerber tritt in die Fußstapfen von Steffi Graf. Und auch der Flossenbürger Wintersportler Eric Frenzel feiert einen neuen Triumph. Bilder: dpa

Krakau/Melbourne. "Oh, wie ist das schön!" Deutschlands Handballer haben ihren sensationellen Auftritt bei der EM mit Gold gekrönt und sind damit zum zweiten Mal nach 2004 Europameister. Dank ihres schier unüberwindbaren Keepers Andreas Wolff und einer grandiosen Teamleistung setzte sich die junge Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson mit 24:17 (10:6) gegen den zweimaligen Weltmeister Spanien durch. Bester deutscher Werfer war vor 15 000 Zuschauern Kai Häfner mit sieben Treffern.

Es ist der größte Erfolg für den Deutschen Handball-Bund seit dem WM-Titel 2007. Mit der Goldmedaille um den Hals und dem Direktticket für die Olympischen Spiele in Rio in der Tasche darf sich die DHB-Auswahl heute bei der Party in Berlin feiern lassen.

Kerber die neue Gräfin


Der Sieg der Handballer war aber nur die Krönung eines atemberaubenden Sport-Wochenendes: Am Samstag hatte sich Angelique Kerber ihren Traum erfüllt und den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere gewonnen. Im Finale der Australian Open in Melbourne setzte sich die 28-jährige Kielerin sensationell mit 6:4, 3:6, 6:4 gegen die Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den USA durch und sorgte damit für den ersten Grand-Slam-Erfolg einer deutschen Spielerin seit dem Sieg von Stefanie Graf bei den French Open 1999. Dass sie in die Fußstapfen ihres großen Idols getreten war, machte die 28-Jährige, die beim TC Rot-Blau in Regensburg spielt, besonders stolz.

Frenzels Aufholjagd


Aber auch im Wintersport triumphierten die Deutschen: Dank einer unfassbaren Aufholjagd in der Loipe holte der Flossenbürger Eric Frenzel in Seefeld zum dritten Mal in Serie das Weltcup-Triple. Trotz eines Sturzes im Springen machte der Olympiasieger am Sonntag im 10-Kilometer-Langlauf einen Rückstand von 56 Sekunden auf den Japaner Akito Watabe wett und feierte den 28. Weltcupsieg seiner Karriere. Für Frenzel war es der neunte Tagessieg bei der 2014 aus der Taufe gehobenen Wettbewerbsserie und der elfte Erfolg in Seefeld nacheinander.

Auch für die deutschen Rennrodler hätte es bei der Heim-WM am Königssee kaum besser laufen können. Olympiasieger Felix Loch und Co. sicherten sich sechs von sieben möglichen Goldmedaillen. Mit seinem insgesamt fünften WM-Titel rundete Loch das tolle deutsche Ergebnis ab. Zuvor hatten bereits Natalie Geisenberger bei den Frauen und die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt triumphiert. Auch im Sprint holten sich Loch und Wendl/Arlt den Weltmeistertitel. Zum Abschluss fuhren die bayerischen Athleten am Sonntag auch noch in der Team-Staffel zu Gold.
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