Sportpolitik
Reform des Spitzensports

Magdeburg. Die Spitzensportreform kann kommen. Trotz einiger Vorbehalte haben die Funktionäre ihre Zustimmung zum Strukturprojekt angekündigt. Das war das Ergebnis der Präsidiumssitzung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Donnerstag in Magdeburg, an der auch 15 Verbandsvertreter teilnahmen.

"Bei allen noch offenen Fragen und nicht endgültig geklärten Details stellt das Gesamtkonzept einen wertvollen und wesentlichen Schritt in die Zukunft dar. Und das nicht nur aus Sicht des Präsidiums, das einstimmig und einmütig das Konzeptpapier im Sinne einer Beschlussvorlage abgesegnet hat. Das war auch das klare Feedback der Vertreter der Spitzenverbände", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Die Reform sieht vor, dass zukünftig die Förderung verstärkt auf Erfolg ausgelegt ist. Durch ein Potenzialanalysesystem (POTAS) werden Sportler und Disziplinen zukünftig in drei "Cluster" eingeteilt und nach ihren Erfolgsaussichten in den nächsten vier bis acht Jahren bewertet.

In den vergangenen Wochen hatte es mitunter großen Unmut in den Verbänden gegeben. Die Sportverbände waren verärgert, dass sie quasi vom Bundesinnenministerium und dem DOSB vor vollendete Tatsachen gestellt worden sind. Das BMI habe im Alleingang eine Reform vorangetrieben, ohne Rücksprache mit den Verbänden zu halten.

Trotzdem kann Hörmann fest damit rechnen, dass auf der Mitgliederversammlung am Samstag die Verbände das Reformprojekt verabschieden werden. Am Donnerstag war in Gesprächen mit 15 Verbandspräsidenten bzw. Generalsekretären der Grundstein dazu gelegt worden. Am Freitag sollen in den weiteren Gesprächen die noch bestehenden Vorbehalte ausgeräumt werden.
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