Starker Start in die EM

Die deutschen Teamsprint-Männer rasen bei der EM erneut zu Gold. Das erfolgsverwöhnte Duo Welte/Vogel muss sich dagegen mit Silber begnügen. In der Mannschaftsverfolgung gelingt dem BDR-Vierer ein optimaler Start in die Olympia-Qualifikation.

Das Teamsprint-Trio des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) hat bei der EM auf Guadeloupe erfolgreich seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt und für die erste Goldmedaille in der Karibik gesorgt. Die neu formierte Mannschaft mit Robert Förstemann (Gera), Tobias Wächter (Schwerin) und Joachim Eilers (Chemnitz) setzte sich im Finale in 59,602 Sekunden gegen Frankreich (59,820) durch. Die Bronzemedaille ging an Russland.

"Das war ganz stark. Besonders Eilers hat auf der letzten Runde eine sehr starke Vorstellung gezeigt und das Rennen entschieden", sagte Bundestrainer Detlef Uibel.

Im Teamsprint der Frauen mussten sich Miriam Welte (Kaiserslautern) und Kristina Vogel (Erfurt) wie im Vorjahr mit Silber begnügen. Die Olympiasiegerinnen und dreimaligen Weltmeisterinnen unterlagen wie 2013 im Finale in 44,623 Sekunden Russland (44,341). "Gewinnen ist definitiv schöner, aber es geht weiter", twitterte Welte nach dem Rennen. Vogel konnte in beiden Läufen keinen Boden gutmachen. "Das war sicher überraschend", analysierte Bundestrainer Uibel. "Das Rennen zeigt deutlich, dass die Saison trotz der WM-Titel kein Selbstläufer wird, sondern die Ergebnisse immer wieder neu erkämpft werden müssen."

Großer Jubel

Größer als bei den Teamsprinterinnen fiel der Jubel über Silber in der Mannschaftsverfolgung der Männer aus. Nils Schomber (Neuss), Theo Reinhardt (Berlin), Henning Bommel (Berlin) und Kersten Thiele (Sinsheim) mussten sich zwar im Finale in 4:12,342 Minuten dem Titelverteidiger Großbritannien (4:11,545) beugen, zeigten aber ein starkes Turnier und erwischten mit Platz zwei auch einen optimalen Start in die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

"Ich freue mich riesig. Das ist für uns natürlich ein optimaler Start in die Olympia-Qualifikation. Jetzt heißt es, den eingeschlagenen Weg konzentriert weiterzugehen und genauso hart weiterzuarbeiten wie bisher", sagte Bundestrainer Sven Meyer. "Wir haben unmittelbar vor unserem Lauf noch mal einen Gang hochgebaut und sind volles Risiko gegangen, leider hat es dann auf den letzten Metern nicht ganz für den Sieg gereicht."

Bei den Frauen belegten Stephanie Pohl (Cottbus), Anna Knauer (Eichstädt), Charlotte Becker (Berlin) und Gudrun Stock (München) Rang sechs. Der Titel blieb bei den Britinnen (4:38,391). Vize-Weltmeisterin Stephanie Pohl belegte zudem im nicht mehr olympischen Punktefahren ebenfalls Rang sechs.
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