Stars bei der Copa América neben der Spur
Neymar und Messi einzige Enttäuschung

Lionel Messi hatte sogar im Gruppenspiel der Copa America gegen Jamaica Standprobleme, wie dieser Zweikampf mit Michael Hector beweist. Argentiniens Superstar konnte bei seinen bisherigen Auftritten in seiner Heimat keine Glanzlichter entzünden. Bild: dpa
Manchmal fällt es Lionel Messi schwer zu lachen. Selbst der herzlich grinsende Karibik-Fußballer Deshorn Brown kann den argentinischen Superstar nicht dazu bewegen. Nach der 0:1-Pleite mit Jamaika macht Brown noch auf dem Platz ein Selfie mit Messi, der recht gequält in die Linse blickt und dann Richtung Spielertunnel verschwindet. Vielleicht sind es auch seine bisherigen Leistungen bei der Copa América, die den Ausnahmefußballer plagen. Trotz des Viertelfinaleinzugs kann der 27-Jährige im Trikot der Albiceleste wieder nicht überzeugen. Die Copa ist bisher aus verschiedenen Gründen nicht das Turnier von Messi, Neymar, Arturo Vidal und Co.

Vier Spiele gesperrt

Angekommen im Kabinentrakt wurde Messi auch gleich auf seinen brasilianischen Kumpel Neymar angesprochen. Der startete zwar mit einer starken Leistung ins Turnier, sicherte sich dank eines Ausrasters nach der zweiten Partie aber eine Sperre von vier Spielen und damit den vorzeitigen Urlaub. "Ich kann nur sagen, dass Neymar mein Freund ist und es wäre schön gewesen, wenn er bis zum Finale dabei gewesen wäre", sagte Messi. Am Mittwoch wird der viermalige Weltfußballer Messi 28 Jahre alt. Mit dem FC Barcelona feierte er etliche Champions-League-Titel, Meisterschaften und Pokalsiege. Mit Argentinien wurde er mal U20-Weltmeister und 2008 Olympiasieger. Die Copa ist die nächste Chance für Messi, erstmals einen großen Titel mit Argentinien zu holen. Und so viele Chancen wird er in seiner Karriere nicht mehr haben.

Carlos Dunga war bisher deutlich zurückhaltender. Trotz seines Ausrasters nahm Brasiliens Trainer Superstar Neymar öffentlich in Schutz. Der soll nach seiner Roten Karte den Schiedsrichter im Spielertunnel am Nacken gepackt, sogar bespuckt und aufs Übelste beleidigt haben, wie die spanische Sportzeitung "As" (Sonntag) unter Berufung auf den Bericht des Referees schreibt. "Seine Strafe hätte härter ausfallen können. Er kam gut weg", sagte Alberto Lozada vom Disziplinarausschuss des südamerikanischen Verbands.

Richtig gut weg kam auch Chiles "König Arturo". Nach seiner Alkoholfahrt feierte ein Großteil der Fans trotzdem ihren Liebling Arturo Vidal beim 5:0-Kantersieg gegen Bolivien.
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