Stottersieg der Borussia

Joo Ho Park (rechts) jubelt mit seinem Team über seinen Siegtreffer. Der Südkoreaner war in der Nachspielzeit zur Stelle und sicherte den Dortmundern den 2:1-Auftakterfolg gegen FK Krasnodar. Bild: dpa

Zehntes Pflichtspiel, zehnter Erfolg: Mit einem Kopfballtreffer in der Nachspielzeit hat Debütant Joo Hoo Park Borussia Dortmund vor dem ersten Dämpfer der Saison bewahrt.

Durch das Last-Minute-Tor (90.+2) des südkoreanischen Neuzugangs aus Mainz gewann der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga zum Auftakt der Europa-League doch noch 2:1 (1:1) gegen FK Krasnodar und setzte auch ohne spielerischen Glanz seine Siegesserie fort.

Nach der bisher schlechtesten Vorstellung unter Trainer Thomas Tuchel hatte es lange Zeit nach dem ersten Rückschlag der Saison ausgesehen. Vor 55 200 Zuschauern brachte Pawel Mamajew (12. Minute) die Gäste aus Russland am Donnerstag in Führung. Nach dem Ausgleich durch Matthias Ginter (45.+1) machte Park den glücklichen Sieg perfekt.

"Mit drei Punkten lässt es sich gut starten", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc im TV-Sender Sky, musste aber auch einräumen: "Wir haben unser Positionsspiel heute nicht so gut auf den Platz gebracht. Insgesamt geht es natürlich besser."

Trainer Tuchel hatte vor der Partie angekündigt: "Wir wollen unseren Fans auch gegen Krasnodar wieder ein Spektakel bieten." Spektakulär war zunächst aber nur Ginters Abwehrfehler. Der Weltmeister ließ sich von Fedor Smolow im eigenen Strafraum austanzen. Den Querpass schob Mamajew BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller durch die Beine ins Netz. Weidenfeller erhielt in der Europa League den Vorzug vor Stammkeeper Roman Bürki. Zudem durften Jungstar Adnan Januzaj, Gonzalo Castro und Joo Hoo Park erstmals in dieser Saison von Beginn an auf den Platz.

Der Umbau wirkte kontraproduktiv. Die Mannschaft fand nicht ihren gewohnten Rhythmus und leistete sich zu viele Fehler im Spiel nach vorne. Von dem Selbstbewusstsein nach dem famosen Saisonstart mit neun Siegen in neun Pflichtspielen war wenig zu sehen. Gegen defensiv eingestellte Russen fanden die Dortmunder wenig Räume und zeigten wenig Kreativität, auch wenn Ginter noch vor der Pause per Kopfball zum 1:1 traf. Auch nach dem Wechsel blieb der Versuch, die Spielkultur zu erhöhen, erst einmal folgenlos. Die Borussen erhöhten in der Schlussviertelstunde nochmals das Tempo, was durch den Treffer von Pyark belohnt wurde.
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