Strafverfahren
Fifa-Boss Infantino in Erklärungsnot

Zürich. Razzia in der Uefa-Zentrale und ein Strafverfahren der Schweizer Bundesanwaltschaft: Der neue Fifa-Präsident Gianni Infantino gerät nur sechs Wochen nach seiner Wahl massiv in Bedrängnis und Erklärungsnot. Nach Berichten der "Süddeutschen Zeitung" unter Berufung auf die "Panama Papers" über angeblich zweifelhafte Geschäfte des früheren Uefa-Generalsekretärs durchsuchte die Schweizer Bundespolizei am Mittwoch die Zentrale der Europäischen Fußball-Union in Nyon. Die Beamten forderten Einsicht in die Verträge zwischen der Uefa und der Briefkastenfirma Cross Trading.

Wenig später teilte die Schweizer Bundesanwaltschaft mit, wegen des "Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung und eventuell der Veruntreuung" in einem Strafverfahren zu ermitteln. Diese richtet sich derzeit allerdings nicht gegen eine konkrete Person. Es stehe "in Zusammenhang mit dem Erwerb von TV-Übertragungsrechten".

Keine zwei Monate nach seiner Wahl zum Nachfolger des gesperrten früheren Fifa-Chefs Joseph Blatter wurde das Versprechen Infantinos ad absurdum geführt. "Ich will eine neue Ära bei der Fifa einläuten, bei der der Fußball wieder ins Zentrum rückt", hatte der Schweizer Ende Februar gesagt. Doch nun dominiert schon wieder das Geschehen abseits des Platzes die Schlagzeilen.
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