Südafrika bestätigt Millionenzahlung
Fifa

Johannesburg.(dpa) Der frühere Chef des Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 hat einem Bericht zufolge eine Sonderzahlung von 10 Millionen Dollar eingeräumt. Das Geld sei jedoch entgegen einer Anklageschrift der US-Justizbehörden keine Bestechung der Fifa gewesen, sagte Danny Jordaan. Der südafrikanische Sportminister und der damalige Präsident Thabo Mbeki hatten nach Bekanntwerden der Anschuldigungen am Donnerstag zunächst jegliche Zahlung außer der Reihe an den Fußball-Weltverband Fifa bestritten.

Jordaan zufolge wurde das Geld 2008 an die Konföderation von Nord- und Mittelamerika CONCACAF bezahlt, um den Sport dort zu fördern. CONCACAF-Präsident war zu dem Zeitpunkt Fifa-Vizepräsident Jack Warner, der diese Woche aufgrund der Bestechungsvorwürfe der US-Justiz zeitweise festgenommen worden war.

Blatters Sanktionen bleiben noch aus

Zürich.(dpa) Bei seiner ersten Sitzung nach der Wiederwahl von Präsident Joseph Blatter hat das Fifa-Exekutivkomitee mehrere wichtige Entscheidungen für kommende WM-Turniere beschlossen. Die von Blatter angekündigte Diskussion über eine Neustrukturierung des Gremiums blieb aber vorerst aus.

Die WM-Startplätze 2018 und 2022: Die WM-Quoten aller sechs Konföderationen bleiben unangetastet. Europa darf in drei Jahren mit 13 Teams plus Gastgeber Russland antreten. Vier Jahre später in Katar mit den üblichen 13.

Die WM 2026: In elf Jahren könnte erstmals eine WM mit mehr als 32 Mannschaften stattfinden. DFB-Chef Wolfgang Niersbach berichtete von Gesprächen über eine Aufstockung auf bis zu 40 Teams. Auch europäische Länder können sich als Gastgeber bewerben. Ausgeschlossen sind nur asiatische Verbände, weil die WM 2022 in Katar stattfindet. Bestimmt wird der Gastgeber zum Auftakt des Fifa-Kongress 2017 in Kuala Lumpur.
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