Tennis in Paris
Zweite Woche ohne Deutsche

Ohne deutsche Beteiligung hat die zweite Turnierwoche bei den French Open der Tennisprofis begonnen. Titelverteidiger Stan Wawrinka steht schon im Viertelfinale und trifft auf einen Außenseiter. Auch die Weltranglisten-Ersten sind noch dabei.

Paris. Während die deutschen Tennisprofis nach dem Aus von Alexander Zverev nur noch zuschauen, sind Titelverteidiger Stan Wawrinka und Mitfavorit Andy Murray erneut auf dem besten Weg in die entscheidende Phase der French Open. Wawrinka erreichte am Sonntag das Viertelfinale in Paris und ist dort am Dienstag Favorit gegen einen Außenseiter. Nach dem 7:6 (7:5), 6:7 (7:9), 6:3, 6:2 gegen den Serben Viktor Troicki trifft der Weltranglisten-Vierte aus der Schweiz am Dienstag auf Albert Ramos-Vinolas, den er vor den French Open beim Turnier in Genf klar schlug.

"Gefährlicher Spieler"


Der Spanier gewann überraschend 6:2, 6:4, 6:4 gegen den Weltranglisten-Neunten Milos Raonic und verbuchte das bei weitem beste Ergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier. "Er ist ein gefährlicher Spieler", meinte Wawrinka dennoch.

Einen Tag nach dem Verletzungs-Aus des neunmaligen Paris-Siegers Rafael Nadal entledigte sich der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic bei einbrechender Dunkelheit am Samstagabend gerade noch rechtzeitig seiner Pflichtaufgabe in der dritten Runde. Nach dem 6:2, 6:3, 6:3 gegen den Briten Aljaz Bedene trifft der serbische Schützling von Boris Becker am Montag auf den an Nummer 14 gesetzten Spanier Roberto Bautista-Agut.

Bei den Damen muss Vorjahressiegerin Serena Williams im Achtelfinale gegen die an Nummer 18 gesetzte Ukrainerin Jelina Switolina antreten. Bisher steht es in der Bilanz 3:0 für die Amerikanerin. Am Samstag hatte sich Serena Williams sich beim 6:4, 7:6 (12:10) gegen die Französin Kristina Mladenovic 2:11 Stunden lang auf dem Platz quälen müssen. "Dieses Match wird mir sicher helfen", sagte sie danach. Vor dem spannenden Tiebreak war die Partie wegen eines Unwetters für zweieinhalb Stunden unterbrochen. Schwester Venus kam mit 7:6 (7:5), 1:6, 6:0 gegen die Französin Alizé Cornet ins Achtelfinale. Bereits das Viertelfinale erreichte am Sonntag die Spanierin Garbiñe Muguruza. Die Weltranglisten-Vierte gewann 6:3, 6:4 gegen die einstige Paris-Siegerin Swetlana Kusnezowa aus Russland und steht zum dritten Mal nacheinander unter den letzten Acht im Stade Roland Garros. Die Wimbledonfinalistin des vergangenen Jahres trifft am Dienstag auf die Weltranglisten-108. Shelby Rogers aus den USA.

Österreicher zu stark


Erstmals seit sechs Jahren sind in der zweiten Turnierwoche keine deutschen Profis mehr dabei. Der Hamburger Alexander Zverev war am Samstag in der dritten Runde als letzter von 17 deutschen Startern ausgeschieden. Der 19-Jährige unterlag dem Österreicher Dominic Thiem 7:6 (7:4), 3:6, 3:6, 3:6 und verpasste es, sich für die Finalniederlage eine Woche zuvor in Nizza zu revanchieren.
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