Tennis
Kanadierin kann Kerber nicht stoppen

Angelique Kerber. Bild: dpa

Rio de Janeiro. Deutschlands Tennis-Liebling Angelique Kerber ist mit einer überzeugenden Vorstellung in das Achtelfinale des olympischen Turniers eingezogen. Gegen die frühere Wimbledon-Finalistin Eugenie Bouchard aus Kanada steigerte sich die Weltranglisten-Zweite nach einem schwachen Beginn und behauptete sich souverän mit 6:4, 6:2. "Ich habe gut gespielt", sagte Kerber. "Das gibt Selbstvertrauen für die nächsten Runden." Im Achtelfinale am Dienstag will Kerber einen weiteren Schritt Richtung Medaille schaffen. Die Kielerin trifft auf Samantha Stosur aus Australien.

Nach der verletzungsbedingten Absage von Philipp Kohlschreiber für seine Zweitrunden-Partie soll Kerber das deutsche Tennis bei Olympia in Rio de Janeiro würdig vertreten. Bisher fiel die Bilanz des Verbandes ernüchternd aus. Von anfangs sieben Einzel-Teilnehmern kam nur noch Laura Siegemund mit dem 6:2, 6:4-Sieg gegen die Chinesin Zhang Shuai ins Achtelfinale.

Dass nach Dustin Brown aufgrund eines doppelten Bänderrisses auch Kohlschreiber wegen eines Ermüdungsbruchs ausfällt, habe die Stimmung im Team getrübt, erklärte die deutsche Nummer eins. "Es ist für uns alle traurig und schade." Kohlschreiber muss "vier bis acht Wochen" pausieren und fällt damit voraussichtlich auch für die US Open aus, die am 29. August beginnen.

In der Nacht zum Montag hatte das olympische Tennisturnier eine riesengroße Überraschung parat. Mit gesenktem Kopf und Tränen in den Augen schlich Novak Djokovic vom Centre Court. Zu schmerzhaft war das 6:7 (4:7), 6:7 (2:7) gegen den früheren US-Open-Sieger Juan Martin del Potro mit der gewaltigen Vorhand. "Ohne Zweifel ist es eine der bittersten Niederlagen in meinem Leben, in meiner Karriere", sagte der Bronze-Medaillengewinner von 2008. "Es ist nicht das erste oder das letzte Mal, dass ich ein Tennis-Match verliere. Aber das bei den Olympischen Spielen - das ist etwas komplett anderes", sagte der 29-Jährige. Der grandios aufspielende del Potro, der nach drei Handgelenks-Operationen soeben erst auf die Tour zurückgekehrt war, konnte sein Glück kaum fassen: "Es war eines der besten Matches meiner Karriere." Der Südamerikaner schaffte einen Tag später auch den Achtelfinaleinzug. Mit etwas Mühe besiegte der frühere US-Open-Gewinner am Montag Joao Sousa aus Portugal 6:3, 1:6, 6:3.
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