Tennis
Kerber müht sich in China in die zweiter Runde

Wuhan. Nach den "schönsten Wochen" ihrer Karriere wäre Angelique Kerber in ihrem ersten Spiel als Weltranglisten-Erste fast unsanft in die Realität zurückgeholt worden. Beim top besetzten WTA-Turnier im Wuhan musste Deutschlands Tennis-Star am Dienstag Schwerstarbeit verrichten, um die Auftakthürde gegen die Französin Kristina Mladenovic zu meistern. Erst nach 2:16 Stunden machte die Australian-Open- und US-Open-Siegerin mit ihrem ersten Matchball das 6:7 (4:7), 6:1, 6:4 und den Einzug ins Achtelfinale perfekt.

"Erste Runden sind für mich immer schwer", sagte Kerber nach ihrem anfangs verkrampften Auftritt. "Sie hat im ersten Satz sehr gutes Tennis gespielt. Ich habe eine Weile gebraucht, bin aber froh, dass ich zurückgekommen bin und das Spiel noch gewonnen habe."

Im Anschluss an ihren Erfolg bekam die Norddeutsche vom Turnierdirektor noch eine Blumendekoration in Form einer Eins überreicht. Ihre neue Ausnahmestellung ist für Kerber in Wuhan allgegenwärtig. "Ich weiß, dass der Druck jetzt immer auf meiner Seite sein wird. Aber ich freue mich auf diese Herausforderung", hatte Deutschlands Tennis-Star vor Beginn des Turniers gesagt. "Ich will so lange wie möglich die Nummer eins bleiben."

Im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale trifft Kerber auf die Tschechin Petra Kvitova, die sich gegen Jelina Switolina aus der Ukraine klar in zwei Sätzen durchsetzte. Von neun Duellen mit der zweimaligen Wimbledonsiegerin hat Kerber bislang fünf gewonnen, zuletzt im Achtelfinale der US Open in New York. "Das wird aber ein komplett anderes Spiel", sagte Kerber. "Ich weiß, dass ich deutlich besser spielen muss, um gegen sie zu gewinnen."
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