Tennis
Kerber weiter, Aus für Djokovic

Sam Querrey als Hochspringer: Der US-Amerikaner schaffte die große Überraschung und warf den Weltranglistenersten Novak Djokovic in der dritten Runde von Wimbledon aus dem Turnier. Bild: dpa

Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber schaffte in Wimbledon als einziger deutscher Tennisprofi den Einzug ins Achtelfinale. Für Annika Beck und Alexander Zverev endeten dagegen ihre vielbeachteten Auftritte erfolglos. Auch Top-Favorit Novak Djokovic ist draußen.

London. Der Weltranglistenerste Djokovic ist in Wimbledon so früh wie seit sieben Jahren nicht mehr bei einem Grand-Slam-Turnier ausgeschieden. Der Weltranglisten-Erste und Schützling von Boris Becker verlor seine am Freitag wegen Regens abgebrochene Drittrunden-Partie gegen den Amerikaner Sam Querrey 6:7 (6:8), 1:6, 6:3, 6:7 (5:7).

Erfolgsserie gerissen


Das Match war am Samstag beim Stand von 0:2-Sätzen aus Sicht des Schützlings von Boris Becker wieder aufgenommen, dann aber noch dreimal unterbrochen worden. Der dreimalige Wimbledonsieger scheiterte nach drei Stunden Gesamt-Spielzeit. Seit dem Finale bei den French Open 2015 hatte Djokovic bei den Grand-Slam-Turnieren keine Partie mehr verloren.

Angelique Kerber fühlt sich dagegen in Wimbledon wieder im Sieger-Modus, Alexander Zverev muss auf schillernde Auftritte noch warten. 25 Jahre nach der Glanzstunde von Michael Stich im Finale gegen Boris Becker beginnt die zweite Woche des prestigeträchtigen Turniers einmal mehr ohne deutsche Tennis-Herren. Zverev scheiterte als Letzter am tschechischen Weltklassespieler Tomas Berdych.

Zverev enttäuscht


Nach einem 3:6, 4:6, 6:4, 1:6 gegen den Finalisten von 2010 verließ der 19-Jährige enttäuscht den mit rund 15 000 Zuschauern besetzten Centre Court. Noch kommen die hohen Erwartungen zu früh. "Ich bin noch weit davon entfernt", sagte der Hamburger. "Es gibt eine Million zukünftiger Nummer-1-Spieler, die es nicht geworden sind."

Kerber dagegen hat die Erwartungen schon erfüllt. "Ich weiß, wie ich so ein Turnier gewinne", sagte die Australian-Open-Siegerin. Nach dem tiefen Fall bei den French Open scheint sie die nötige Ruhe wiedergefunden zu haben. "Ich merke, dass ich wieder weiß, was mich stark gemacht hat - wie in Australien." Nach dem nicht unerwarteten Aus von Annika Beck gegen Titelverteidigerin Serena Williams verbleibt die 28-Jährige als einzige von insgesamt 16 gestarteten deutschen Profis. Am Montag beginnt mit ihrem Achtelfinal-Auftritt gegen Misaki Doi aus Japan die entscheidende Phase, um weitere Erfolgsgeschichten zu schreiben.
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