Tennis
Kerbers nächste Chance

Angelique Kerber kämpfte gegen Karolina Pliskova verbissen um Platz eins in der Weltrangliste. In New York folgt der nächste Angriff. Bild: dpa

Für Platz eins fehlte am Ende die Kraft. Im Finale von Cincinnati ging Angelique Kerber die Puste aus. Doch schon in New York könnte sich die nächste Chance ergeben. Aber auch so ist das Jahr 2016 für Kerber schon ein ganz besonderes.

Cincinnati. Nach dem (vorerst) verpassten Sprung auf den Tennis-Thron wollte Angelique Kerber vor allem eines: eine Weile lang keinen Schläger in der Hand halten. "Ich werde früher nach New York fahren und da ein paar Tage Ruhe machen", kündigte Kerber am Sonntag nach ihrer klaren Finalniederlage in Cincinnati gegen die Tschechin Karolina Pliskova an. In New York beginnen am 29. August die US Open.

Mit einem Erfolg im Endspiel der mit 2,8 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung von Cincinnati hätte die Kielerin die Amerikanerin Serena Williams vom ersten Platz der Weltrangliste abgelöst und als erste Deutsche seit Steffi Graf 1997 die Damen-Tour angeführt. Doch nach anstrengenden Wochen mit Wimbledon-Finale und Olympia-Silber war der Akku bei Deutschlands Vorzeigespielerin einfach leer.

"Ich habe alles gegeben. Aber ich bin auch nur ein Mensch und keine Maschine", sagte die 28-Jährige. "Natürlich waren in den vergangenen Wochen viel Druck, viele Spiele und viel Reiserei." Direkt aus Rio de Janeiro war sie vor einer Woche in die USA gedüst, mit ihrer ersten Olympia-Medaille und vielen Erinnerungen im Gepäck. Dass sie überhaupt in Cincinnati an den Start ging, hatte viele verwundert. Serena Williams zum Beispiel hatte ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt. In Flushing Meadows könnte sich für Kerber die nächste Chance ergeben, Serena Williams zu verdrängen. Während Kerber im vergangenen Jahr in New York bereits in der dritten Runde scheiterte, war für Williams erst im Halbfinale Endstation. 190 Punkte liegen im Ranking zwischen den beiden besten Spielerinnen des Jahres. Ein frühes Aus der Amerikanerin könnte Kerber daher eine weitere Chance eröffnen.

Natürlich waren in den vergangenen Wochen viel Druck, viele Spiele und viel Reiserei.Angelique Kerber
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