Tennis
Puig zieht ins Endspiel ein

Tennisspielerin Monica Puig macht große Sprünge. Die Puerto Ricanerin freut sich über den Einzug ins Endspiel. Bild: dpa

Monica Puig hat sich in die Tennis-Historie eingetragen. Als erste Spielerin aus Puerto Rico steht sie in einem olympischen Endspiel.

Rio de Janeiro. Monica Puig hat als erste Tennisspielerin aus Puerto Rico eine Olympia-Medaille sicher. Die Bezwingerin von Laura Siegemund setzte sich am Freitag überraschend gegen die Tschechin Petra Kvitova 6:4, 1:6, 6:3 durch und steht damit im Endspiel von Rio de Janeiro. Dort trifft die 22-Jährige entweder auf Angelique Kerber oder die Amerikanerin Madison Keys (Partie bei Redaktionsschluss nicht beendet). Als beim ersten Matchball eine Vorhand von Kvitova im Aus landete, warf Puig ihren Schläger weg und hüpfte überglücklich auf und ab.

Puig hatte im Viertelfinale der Schwäbin Siegemund beim 6:1, 6:1 keine Chance gelassen. Mit dem selben Ergebnis fertigte sie zuvor im Achtelfinale auch die spanische French-Open-Siegerin Garbiñe Muguruza ab. Bis zum Halbfinale hatte die Weltranglisten-34. nur 14 Spiele in vier Matches abgegeben.

In einem hart umkämpften Drei-Satz-Duell mit der zweimaligen Wimbledonsiegerin Kvitova drehte Puig im ersten Durchgang einen 0:3-Rückstand um. Deutlich verlor die Puertoricanerin den zweiten Abschnitt. Die 1,70 Meter große Tennisspielerin kämpfte sich dann aber zurück und schaffte mit dem Finaleinzug die Sensation.

Murray weiter


Der britische Tennisprofi Andy Murray hat mit viel Mühe einen weiteren Schritt auf dem Weg zum ersehnten zweiten Olympiasieg geschafft. Erst im Tiebreak des dritten Satzes kämpfte der Wimbledon-Champion den Amerikaner Steve Johnson nieder und zog dank des 6:0, 4:6, 7:6 (7:2) am Freitag in Rio ins Halbfinale ein. Dort trifft der 29-Jährige auf den Franzosen Gael Monfils oder Kei Nishikori aus Japan.

2012 hatte Murray beim olympischen Tennis-Turnier in Wimbledon triumphiert. Noch nie hat ein Goldmedaillengewinner im Einzel vier Jahre später seinen Erfolg wiederholt. Murrays Chancen darauf sind vor allem nach dem sensationellen Erstrunden-Aus des serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic realistisch. Doch im Viertelfinale tat sich die Nummer zwei der Tennis-Herren zum zweiten Mal nacheinander überraschend schwer. Beim 2:4 lag der Schotte gegen den an zwölf gesetzten Amerikaner im entscheidenden Satz ein Break zurück, ehe er seiner Favoritenrolle doch gerecht wurde. Im Achtelfinale hatte der London-Sieger mit einem Dreisatz-Erfolg über den Italiener Fabio Fognini ein Aus gerade noch vermieden.
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