Tennis
Zverev in Runde drei

Andrea Petkovic und Julia Görges sind raus, aber Alexander Zverev ist weiter dabei. Bei den French Open steht die deutsche Hoffnung erstmals in der dritten Runde und trifft auf einen guten Bekannten. Tatjana Maria scheiterte nach einem Tennis-Drama und weinte vor Wut.

Paris. Wiedersehen macht Freude: Nach dem nächsten Sieg gegen einen Franzosen steht Tennis-Talent Alexander Zverev in der dritten Runde der French Open. Im seinem bisher größten Match bei einem Grand-Slam-Turnier trifft der Hamburger nach dem 6:1, 3:6, 6:1, 6:4 gegen Stéphane Robert am Samstag auf seinen Kumpel Dominic Thiem.

Dem Weltranglisten-15. aus Österreich war er zuletzt im Halbfinale in München und bei seinem erstem ATP-Finale am vorigen Samstag in Nizza unterlegen. In Paris soll es im Treffen der Nachwuchsstars nun besser klappen. "In Nizza stand ich dreizehn Stunden auf dem Platz, er nur drei, deswegen wird es ganz anders", versprach Zverev.

Einen Tag nach seinem Erfolg im Nachsitzen gegen Lokalmatador Pierre-Hugues Herbert brachten Zverev nur einige Fehler im zweiten Satz und zwei tieffliegende Tauben auf Platz 6 kurz aus dem Konzept.

Letzter Deutscher


Er kam damit als zweiter und letzter der einst 17 deutschen Teilnehmer weiter. Annika Beck hatte am Mittwoch wie im Vorjahr den Sprung unter die letzten 32 geschafft. Die Bonnerin tritt an diesem Freitag gegen die an Nummer 25 gesetzte Rumänin Irina-Camelia Begu an. Andrea Petkovic enttäuschte beim 2:6, 2:6 gegen Julia Putinzewa aus Kasachstan. Julia Görges verlor bei einbrechender Dunkelheit nach drei Stunden 5:7, 7:6 (7:4), 5:7 gegen Monica Puig aus Puerto Rico, nachdem sie die ersten fünf Matchbälle noch abgewehrt hatte.

Tatjana Maria scheiterte nach einem Tennis-Drama mit 3:6, 7:6 (7:5), 4:6 an der stürmisch angefeuerten Französin Alizé Cornet, die am Ende des zweiten Satzes unter Krämpfen im Oberschenkel litt und einmal sogar zu ihrem Stuhl geführt wurde - Maria war über das übertrieben wirkende Verhalten zutiefst empört und brach sogar in Tränen aus, als sie ihre Niederlage nach dem 2:47 Stunden langen Match kommentierte.

Andrea Petkovic bot gegen Julia Putinzewa eine schwache Vorstellung. "Meine Beine waren nicht da, und als sie es waren, war es zu spät", sagte die 31. der Weltrangliste, nachdem sie mit der noch früher ausgeschiedenen Sabine Lisicki als kleinen Trost die erste Runde im Doppel überstanden hatte.

Petkovic hatte Probleme mit den Stoppbällen der Weltranglisten-60. Putinzewa und machte zu viele einfache Fehler. Nach 1:36 Stunden beendete die gebürtige Moskauerin mit einem Passierball die Partie, die nicht so einseitig war, wie es das Ergebnis aussagte - auch weil Petkovic es bis zum Ende versuchte. "Ich habe mir den Jammermodus nicht erlaubt", sagte die 28-Jährige.
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