Tennisdamen profitieren im Fed-Cup-Duell gegen Russland von Scharapowa-Absage
Deutsche plötzlich Favorit

Noch ist nicht klar, wer neben Andrea Petkovic (Bild) im zweiten Einzel spielt. Bild: dpa
Bei einem Spaziergang am Schwarzen Meer hat Bundestrainerin Barbara Rittner ihr Fed-Cup-Team auf das heikle Halbfinale gegen Russland eingeschworen. Eingehüllt in dicke Jacken schlenderten Andrea Petkovic, Angelique Kerber, Sabine Lisicki und Julia Görges am Donnerstagmorgen nach dem Frühstück die Promenade hinter dem Teamhotel in Sotschi entlang. Trotz kalten Windes und heftigen Jetlags bei den USA-Reisenden Kerber und Petkovic ist die Stimmung im Team der deutschen Tennis-Damen prächtig. Die Chance auf den zweiten Final-Einzug nacheinander ist nach der Absage der russischen Spitzenspielerin Maria Scharapowa so groß wie nie.

Und dennoch - oder gerade deshalb - steht Rittner vor einer immensen Herausforderung. Die Teamchefin warnt nicht nur eindringlich vor Übermut und weist die Favoritenrolle von sich. Sie muss vor allem bis spätestens Freitagmorgen die Entscheidung treffen, wen sie für das zweite Einzel am Samstag (13.00 Uhr/Sat.1 Gold und www.tennis.de) neben der als gesetzt geltenden Andrea Petkovic nominiert.

"Ich weiß es wirklich noch nicht, wer spielt. Normalerweise entscheide ich das immer spätestens am Donnerstagabend. Es könnte diesmal sein, dass ich mich vielleicht zum ersten Mal erst am Freitagmorgen entscheide", sagte Rittner nach einer 90-minütigen Trainingseinheit mit Petkovic und Kerber.

Die Linkshänderin aus Kiel nimmt als Weltranglisten-14. nominell die Position als Nummer zwei im Team vor Sabine Lisicki (Berlin/19.) ein. Die ehemalige Wimbledon-Finalistin hatte in der vergangenen Woche pausiert und die Turnier-Teilnahme in Charleston abgesagt. Nach einem katastrophalen Saisonstart zeigte Lisickis Formkurve zuletzt steil nach oben. Bei den hochkarätig besetzten Turnieren in Miami und Indian Wells stand die 25-Jährige im Viertel- und Halbfinale.
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