THW Kiel widerwillig nach Paris

Mit gemischten Gefühlen fliegen die Handball-Männer des THW Kiel und die Handball-Frauen des Buxtehuder SV zu ihren Europapokal-Aufgaben nach Paris. Für den THW steht am Samstag (20.45 Uhr) das Champions-League-Gruppenspiel bei Paris St. Germain an in der Halle Georges Carpentier. Diese liegt nur wenige Kilometer vom Konzertsaal "Bataclan" entfernt, wo bei den Anschlägen am 13. November mehr als 80 Menschen von Terroristen getötet worden waren.

Tags darauf, am Sonntag um 16 Uhr, treten die Buxtehuder DHB-Pokalsiegerinnen zum Rückspiel im Pokalsieger-Wettbewerb gegen Issy Paris Hand an. Man habe sich bei der Entscheidung zu spielen, am THW orientiert, sagte BSV-Manager Peter Prior. "Die Partie der Kieler gegen Paris St. Germain hat eine viel größere Öffentlichkeit, und wenn der THW in Paris spielt, maßen wir uns nicht an, es besser zu wissen."

Die Kieler brechen widerwillig auf. "Wenn wir spielen müssen, müssen wir spielen", befand THW-Trainer Alfred Gislason. Besonders wohl fühlt sich der 56-jährige Isländer bei dem Gedanken nicht: "Man hat schon ein ungutes Gefühl. Aber ich bin leider nicht der, der entscheidet." BSV-Manager Prior ergänzte: "Bei den Spielerinnen ist große Verunsicherung zu spüren."

Beim THW liefen die Planungen vor der Partie in Paris notgedrungen weiter. Nach einer Trainingseinheit am Donnerstag sollen die Kieler am Freitag nach Paris fliegen. "Die Flughäfen stehen unter besonderer Beobachtung", sagt Gislason. Dort herrsche sicherlich "Alarm ohne Ende".
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