Titelverteidiger legt vor

Der ERC Ingolstadt besiegte am Dienstag die Düsseldorfer EG mit 3:2 nach Verlängerung. Damit ist der Titelverteidiger in der Halbfinal-Serie nach dem Modus Best-of-seven mit 2:1 in Führung gegangen. Das entscheidende Tor erzielte Patrick Hager (Mitte, Nummer 52, Szene aus dem ersten Match) in der 77. Minute. Bild: dpa

Im Play-off-Halbfinale ist Mannheim nach dem dritten Sieg gegen Wolfsburg nur noch einen Schritt vom Endspiel entfernt. Titelverteidiger Ingolstadt führt in der Best-of-seven-Serie gegen Düsseldorf mit 2:1.

Die Adler Mannheim sind klar auf Finalkurs - Wolfsburg steht vor dem Aus. Dem sechsmaligen deutschen Eishockey-Meister fehlt gegen die Grizzly Adams nur noch ein Sieg zum Einzug ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Mit dem 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) schaffte der Hauptrunden-Sieger am Dienstag den dritten Sieg im Modus Best-of- seven. In der zweiten Play-off-Halbfinal-Partie ist Titelverteidiger Ingolstadt gegen die Düsseldorfer EG mit 2:1 in Führung gegangen. Der ERC brauchte eine Verlängerung und siegte mit 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 1:0). Den entscheidenden Treffer markierte Patrick Hager in der 77. Minute.

Die Mannheimer, die in den beiden vorangegangenen Spielen jeweils einen 0:3-Rückstand aufgeholt hatten, stellten ihre Fans nicht wieder auf diese harte Geduldsprobe. Vor 13 600 Zuschauern schoss Andrew Joudrey sein Team nach 9:55 Minuten in Führung. Die Adler wurden ihrer Favoritenrolle gegen den Hauptrunden-Siebten gerecht. Mirko Höflin, Jochen Hecht und Denis Reul legten nach. Die Schiedsrichter verhängten in der ruppigen Partie insgesamt 56 Strafminuten.

Titelverteidiger Ingolstadt musste im ersten Drittel einem Rückstand hinterherlaufen, Shawn Belle hatte für die DEG getroffen. Die überlegenen Gastgeber, bei denen sich Petr Taticek im ersten Drittel verletzte und erst in der Verlängerung wieder auflief, hatten zahlreiche Torchancen ungenutzt gelassen. Die Belagerung des DEG-Tores brachte in der 29. Minute endlich den ersten Erfolg: Brandon Buck schoss den Ausgleich.

Das 2:1 in Unterzahl durch Dustin Friesen schien vor 4815 Zuschauern die Wende zu bedeuten. Aber Travis Turnball glich aus und erzwang die Overtime, in der die DEG zunächst den stärkeren Eindruck machte. Aber kurz vor dem Ende der ersten Verlängerung musste der ansonsten sehr überzeugende Düsseldorfer Torhüter Tyler Beskorowany hinter sich greifen. "Ich war heute extrem motiviert, am Donnerstag wollen wir den nächsten Sieg. In der Overtime waren wir zu Beginn vielleicht etwas zu defensiv", sagte Siegtorschütze Patrick Hager. Das erste Halbfinalspiel hatte Düsseldorf in der Verlängerung gewonnen.
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