"Toll für das Turnier"

Eine große Tennis-Nummer sagt ab. Ein ganz Großer schlägt aber auf. Ein deutscher Routinier ist ganz zuversichtlich. Und ein deutscher Youngster hat schon den ersten Sieg geschafft. Seit Montag läuft das ATP-Turnier in München.

Nach Tommy Haas hat ein weiterer prominenter Tennisprofi seinen Start beim ATP-Turnier in München abgesagt. Der an Nummer zwei gesetzte Franzose Gael Monfils kann wegen einer Knieverletzung bei dem Sandplatz-Event in dieser Woche nicht antreten, wie die Veranstalter am Montag bekanntgaben. Der Weltranglisten-15. war neben Haas, der weiter an einer Schulterblessur leidet, und Olympiasieger Andy Murray eines von drei Gesichtern des Turniers. Er hatte bereits im vorigen Jahr kurzfristig für die BMW Open absagen müssen. Derweil hat Alexander Zverev in München schon die zweite Runde erreicht. Der Hamburger Tennis-Youngster setzte sich am Montag im rein deutschen Duell gegen Benjamin Becker aus Mettlach mit 4:6, 6:1, 6:2 durch. Im Achtelfinale des Sandplatzevents trifft der 18-Jährige auf den Sieger der Partie zwischen Philipp Kohlschreiber aus Augsburg und dem Tschechen Jiri Vesely. Dieses Match steht am Dienstag auf dem Programm.

Änderungen am Schläger

Kohlschreiber ist zuversichtlich, was das Turnier in München betrifft. Nach ansprechenden Leistungen zuletzt auf Sand geht er selbstbewusst in den Wettbewerb. "Ich spiele wieder das Tennis, das ich mir vorstelle", sagte er am Montag. Zu Jahresbeginn habe er Änderungen an seinem Schläger vorgenommen, damit aber nicht den gewünschten Erfolg gehabt, erzählte der derzeit beste deutsche Profi. Beim Turnier im März in Indian Wells sei er dann wieder zur alten Abstimmung zurückgekehrt.

Beim Event in München, das er 2007 und 2012 gewonnen hatte, rechnet er sich Chancen aus. "Die Steigerung ist da, es macht mir Spaß", sagte Kohlschreiber, derzeit die Nummer 26 der Weltrangliste. "Ich weiß, ich bin in Schlagdistanz." Bei der Niederlage jüngst in Monte Carlo gegen den Spanier Roberto Bautista Agut und dem Viertelfinale von Barcelona in der Vorwoche zeigte der 31-Jährige gute Matches.

Sein Ziel ist das Finale am Wochenende. "Das wäre ein Traum", sagte er. Möglicherweise kommt es dann zum Duell mit Olympiasieger und Favorit Andy Murray. Über die Verpflichtung des schottischen Weltranglisten-Dritten bei der 100. Auflage des Turniers sagte Kohlschreiber lächelnd: "Das ist toll für das Turnier - aber schlecht für die, die mitspielen."
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