Torflut zum Abschied?

Torhüter Roman Weidenfeller applaudiert den Fans. Das wird er nach dem Spiel gegen Gibraltar ein letztes Mal im Nationaltrikot tun. Bild: dpa

Gegen die Amateure aus Gibraltar möchte Joachim Löw nochmals ein gutes Spiel und einige Tore sehen. Es ist der letzte Saison-Kraftakt für die Nationalelf - für Torwart Weidenfeller ist es der Abschied.

Der letzte Auftrag des Bundestrainers für die müden Weltmeister vor dem verschobenen Sommerurlaub ist eindeutig. "Nochmal Spaß haben und ein paar Tore erzielen", gab Joachim Löw das Motto für den Saison-Abschluss der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an der sonnigen Algarve gegen die Amateure aus Gibraltar aus. Je früher das DFB-Team am Samstag (20.45 Uhr/RTL) im portugiesischen Faro die erwartete geballte Defensive des Gegners mit dem ersten Treffer durchbricht, "umso besser ist es für unser Spiel", betonte Löw.

Dass die DFB-Elf an der auch bei deutschen Urlaubern beliebten Algarve die nächsten drei Punkte auf dem Weg zur EM 2016 einfährt, daran ließen Löw und seine 19 mitgereisten Profis auch nach dem 1:2 im Test gegen die USA keinen Zweifel. "Das ist ein ganz anderes Spiel, Gibraltar kann nicht so ein Tempo spielen wie die USA", erklärte Löw und verzichtete sogar auf die Auswertung der Niederlage mit der Mannschaft. "Ich möchte nicht von fünf, sechs, sieben Toren sprechen", sagte der Bundestrainer zwar, erwartet aber ein konzentriertes und gutes Spiel von seinen Profis.

In der Startelf wird es nur wenige Veränderungen gegenüber dem Spiel gegen Jürgen Klinsmanns US-Boys geben, kündigte der Bundestrainer am Freitag im noblen Teamhotel Conrad Algarve an. In der Abwehr beginnt der Münchner Jérome Boateng für den Stuttgarter Antonio Rüdiger. Im Tor steht Roman Weidenfeller. Für den Dortmunder Weltmeister ist sein fünftes wohl zugleich das letzte Länderspiel. Zwar vermied Löw die Bezeichnung Abschied, aber er forciert einen Umbruch bei den Keepern hinter Stammkraft Manuel Neuer. "Die Zukunft gehört den jungen Torhütern", sagte Löw. "Roman war für uns die letzten eineinhalb Jahre ein unglaublich wichtiger Spieler", erklärte Löw und verwies auf einen "positiven Einfluss" des 34-jährigen Dortmunders bei der erfolgreichen WM in Brasilien gerade auf die jüngeren Kollegen. Eine Zukunftsperspektive hat er nicht.
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