Trainer Fred Carroll musste bei dem Oberliga-Spiel in der Drittelpause ins Krankenhaus eingeliefert werden
Ergebnis nur Nebensache

Immer engagiert an der Bande, doch am Sonntag fehlte Fred Carroll in den letzten 20 Minuten. In der zweiten Drittelpause wurde der Trainer der Blue Devils ins Klinikum eingeliefert. Vorsitzender Thomas Siller hofft, dass es sich nur um eine Kreislaufschwäche handelt. Bild: Gebert

Weiden. (gb) In der Pressekonferenz nach dem Oberliga-Spiel zwischen den Blue Devils und dem EHC Klostersee, das die Weidener mit 2:6 (1:0, 1:2, 0:4) verloren, herrschte eine gedrückte Stimmung. Hauptgrund war nicht die sechste Pleite hintereinander, sondern die Sorge um Trainer Fred Carroll.

Der 51-jährige Deutsch-Kanadier war in der zweiten Drittelpause ins Klinikum eingeliefert worden. „Wir hoffen, dass es nur eine Kreislaufschwäche ist. Er wird jetzt genau durchgecheckt“, sagte Thomas Siller. „Das passt zu unserer Situation“, ergänzte der Vorsitzende. Das Coaching hatten im letzten Drittel Dirk Salinger und Christian Meiler übernommen.

Zweikämpfe gewonnen

Über das sportliche Geschehen äußerte sich Siller trotz der Niederlage positiv. „Die Mannschaft ist anders aufgetreten als am Freitag in Regensburg. Ich habe einen bedingungslosen Kampf gesehen. Heute haben wir endlich Zweikämpfe an der Bande und in der neutralen Zone gewonnen.“ Entscheidend sei der Fehler, der zum 2:3 führte, gewesen. „Das hat das Team nicht verkraftet, danach sind wir zusammengebrochen. Die weiteren Gegentreffer waren die logische Folge.“
Gästetrainer Andzejs Mitkevics freute sich nach zuvor sechs Auswärtsniederlagen über den ersten Sieg auf gegnerischem Eis. „Wir haben uns im ersten Drittel schwer getan. Weiden hat sehr aggressiv gespielt und viel Druck gemacht. Doch wir haben uns von Drittel zu Drittel gesteigert und das Match im letzten Abschnitt entschieden.“

Zu Beginn stark

Die Blue Devils begannen sehr engagiert und ließen die Gäste durch aggressives Forechecking nicht ins Spiel kommen. Der Erfolg blieb aber zunächst aus, erst in der 20. Minute gelang Veit Holzmann das verdiente 1:0. Zu Beginn des zweiten Drittels nutzten die Grafinger eine umstrittene Strafe gegen Konstantin Firsanov durch Gert Acker zum 1:1 (24.). Danach gab es lange Zeit kaum Höhepunkte. In der 36. Minute brachte Raphael Kaefer die Gäste in Führung, doch nur 55 Sekunden später sorgte Ales Jirik auf Zuspiel von Neuzugang Frantisek Mrazek für den Ausgleich.

Kapitaler Fehler

Die Gastgeber versuchten zu Beginn des Schlussabschnitts alles, bis ein kapitaler Fehler von Veit Holzmann die Bemühungen stoppte. Gennaro Hördt nahm das Geschenk gerne an und erzielte das 3:2 (49.). Die Blue Devils erholten sich von diesem Schock nicht und mussten noch drei Gegentore von Jefferson Dahl (51.), Tomas Kana (58.) und Felix Kaller (60.) hinnehmen.

Marcel Waldowsky nahm bei der Pressekonferenz seinen Teamkollegen Holzmann in Schutz. „Wir brauchen jeden jungen Spieler, zu harte Kritik ist nicht gerechtfertigt. Wir Leistungsträger sind verantwortlich, wir haben nicht die nötige Leistung gebracht“, übte „Waldi“ Selbstkritik.

Am Freitag, 21. November, treten die Blue Devils bei Aufsteiger ERC Sonthofen an. Das nächste Heimspiel steigt am Sonntag, 23. November, um 18.30 Uhr. Zu Gast ist dann der TSV Erding.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.