Trainer-Rücktritt am Betzenberg - Oberfranke Konrad Fünfstück die Lösung
Auch Runjaic gescheitert

Der gebürtige Weidenberger Konrad Fünfstück (links) wurde von Stefan Kuntz (rechts) als neuer Cheftrainer beim 1. FC Kaiserslautern vorgestellt. Bild: dpa
Auf dem Weg zur ersehnten Rückkehr in die 1. Fußball-Bundesliga ist beim 1. FC Kaiserslautern mit Kosta Runjaic ein weiterer Trainer an der großen Erwartungshaltung rund um den Traditionsclub gescheitert. Der 44 Jahre alte Coach reichte nach der bitteren 0:3-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg und dem Abrutschen auf den unbefriedigenden zwölften Tabellenplatz seinen Rücktritt ein. FCK-Vorstandsboss Stefan Kuntz akzeptierte diesen Schritt. Schon am Freitag im Auswärtsspiel beim Tabellenführer VfL Bochum wird der bisherige U-23-Trainer Konrad Fünfstück (34) bei den "Roten Teufeln" die Verantwortung tragen. Der neue Trainer stammt übrigens aus Weidenberg (Landkreis Bayreuth).

"Die gestrige Niederlage hat mir gezeigt, dass die Mannschaft unter der derzeitigen Unruhe, die in und um den Verein herrscht, leidet", wurde Runjaic in einer Mitteilung des Vereins zitiert. "Aus diesem Grund habe ich im Interesse des Vereins entschieden, mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Cheftrainer des 1. FC Kaiserslautern zurückzutreten." Runjaic hatte beim FCK im September 2013 die Nachfolge von Franco Foda angetreten, in den vergangenen beiden Jahren den Aufstieg aber jeweils knapp verpasst.

Kuntz bedauerte die Entwicklung auf "menschlicher Ebene". Auf professioneller Basis hatte aber auch der mächtige Mann bei den Pfälzern spätestens nach der erneuten Heimpleite gegen Nürnberg feststellen müssen, dass ein Wechsel auf der Trainerbank unausweichlich ist. Anders als bei Borussia Mönchengladbach versuchte Kuntz seinen Trainer deshalb nicht mehr umzustimmen. Auch wenn er die Bilanz von Runjaic mit zwei vierten Plätzen und dem Einzug ins Halbfinale des DFB Pokals 2014 als "überdurchschnittlich" bezeichnete. Jetzt soll der im Profigeschäft noch völlig unerfahrene Konrad Fünfstück die verunsicherte Mannschaft wieder auf Kurs bringen.

Trennung auch von Schupp?

Eng kann es auch noch für Sportdirektor Markus Schupp werden. Er werde mit Schupp in den nächsten Tagen Gespräche führen, kündigte Kuntz an. Eine Trennung gilt als wahrscheinlich. Kuntz selbst will den Verein nicht verlassen. Gerüchte, er habe sich selbst bei Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg als Sportdirektor angeboten, bezeichnete Kuntz als "an den Haaren herbeigezogen".
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