Trainer Weinzierl und Manager Reuter verlängern
Augsburger Signal an die Bundesliga

Trainer Markus Weinzierl (rechts) und Sportdirektor Stefan Reuter wollen beim FC Augsburg den Höhenflug auskosten. Das Duo verlängerte beim Europa-League-Kandidaten die Verträge bis 2019/2020. Bild: dpa
Nach fast vier Jahren Fußball-Bundesliga hat der FC Augsburg genug vom Außenseiterstatus. Mit den überraschenden Vertragsverlängerungen von Trainer Markus Weinzierl und Manager Stefan Reuter untermauern die Fuggerstädter ihre Ambitionen, künftig regelmäßig in der oberen Tabellenregion mitzuspielen. "Wir wollen Augsburg in der Bundesliga fest verankern", sagte Erfolgscoach Weinzierl, der seinen ohnehin noch bis 2017 laufenden Vertrag um zwei Jahre bis 2019 verlängerte. Reuter will bis 2020 bleiben. Im Jubel um den "Meilenstein für den FCA", von dem Vereinspräsident Klaus Hofmann sprach, ging an diesem Ostersonntag sogar das torlose Unentschieden gegen Schalke 04 unter.

Der verdiente Punkt gegen den direkten Rivalen aus dem Pott erhält dem FCA die gute Chance auf den Einzug in den Europapokal. Das soll der Maßstab sein für die Schwaben, die seit dem Aufstieg in die deutsche Fußball-Belétage 2011 regelmäßig zu den Abstiegskandidaten gezählt hatten, nun aber schon in der zweiten Saison nacheinander die Teilnahme am internationalen Geschäft ins Visier genommen haben.

Weinzierl glaubt, sich beim FCA als Trainer besser weiterentwickeln zu können als bei einem anderen Verein. "Mir macht es Spaß", berichtete er nach der Punkteteilung gegen Schalke, "mir ist das Ganze ans Herz gewachsen. Ich will wissen, wie's weitergeht".

Dass er dabei an den Europapokal gedacht hat, davon ist auszugehen. In der Bundesliga-Tabelle liegen die Schwaben als Sechster weiter gut im Rennen, auch wenn ein Sieg gegen die fünftplatzierten Schalker verpasst wurde. Den personell geschwächten Gastgebern fehlte in der Offensive ohne Antreiber Halil Altintop die Durchschlagskraft, auch viele Freistöße am Strafraum fanden nicht ihr Ziel. "An einem guten Tag rutscht mal einer rein", meinte danach Markus Feulner.

Andererseits hatte Augsburg in der 54. Minute Glück, dass Schalkes Stürmer Klaas-Jan Huntelaar derzeit eine erstaunliche Torflaute durchlebt und völlig frei stehend den Ball nicht an Torwart Marwin Hitz vorbeibrachte. Der FCA hat einen Punkt gewonnen und nicht zwei verloren - vor allem an so einem Tag wie dem Ostersonntag 2015.
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