Trainer Wenger fordert jetzt ein Zeichen gegen Manchester United
Arsenal 0:1 durch Video-Tor

Mit dem bloßen Auge war nicht zu erkennen, dass der Ball die Linie überquert hatte. Auch Schiedsrichter Robin Friend hatte keinen Schimmer. Beim 0:1 (0:0) des FC Arsenal in der englischen Premier League gegen Swansea City machte dem Referee am Montagabend erst das Signal an seiner Armbanduhr deutlich: Der Kopfball von Bafetimbi Gomis in der 85. Spielminute war drin. "Ohne die Torlinientechnologie wäre dieser Treffer nie und nimmer anerkannt worden", schrieb der "Daily Telegraph". Arsenal-Keeper David Ospina hatte den Ball aus dem Tor geboxt - ob vor, auf oder hinter der Linie, das konnten nur die TV-Bilder klären.

Das späte "Video-Tor" der Waliser sorgte für die erste Niederlage der Gunners mit den beiden deutschen Fußball-Weltmeistern Per Mertesacker und Mesut Özil seit dem 22. November des vergangenen Jahres. Coach Arsène Wenger stempelte die Pleite daher als einmaligen "Unfall" ab und legte den Fokus sogleich auf das kommende Duell seiner Mannschaft bei Rekordmeister Manchester United am Wochenende.

Mit einem Sieg in Old Trafford hätte Arsenal die direkte Qualifikation zur Champions-League sicher. "Es ist sehr wichtig für uns, die Saison unter den ersten Drei zu beenden", sagte Wenger. In der laufenden Spielzeit hatte seine Mannschaft in den Playoff-Spielen zur Königsklasse gegen Besiktas Istanbul viel Kraft gelassen und den Rundenstart auf der Insel versemmelt. Das hatte sich im Endspurt gerächt und dem FC Chelsea den vorzeitigen Titelgewinn ermöglicht.

In der Tabelle liegen die Gunners mit 70 Zählern hinter Manchester City (73) auf dem dritten Rang. United (68) folgt auf Platz vier. Eine Niederlage in Manchester würde Arsenal zumindest vorläufig auf den vierten Rang abrutschen lassen. Die Nord-Londoner haben allerdings noch ein Nachholspiel gegen den AFC Sunderland in der Hinterhand.
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