Treppchen in den Rockys
Schempp sprintet in Canmore auf Platz drei

So sehn die Sieger aus: Martin Fourcade (Mitte) gewann den Sprint von Canmore vor Anton Shipulin (links) und Simon Schempp. Bild: dpa

Canmore. Fehlerfrei am Schießstand und schnell in der Loipe: Biathlet Simon Schempp hat zum Auftakt des Übersee-Weltcups im kanadischen Canmore seinen zehnten Weltcupsieg zwar verpasst. Mit Rang drei im Sprint untermauerte er aber einmal mehr seine überragende Form. Vor der malerischen Kulisse der Rocky Mountains musste sich Deutschlands Nummer eins nur dem französischen Weltcup-Dominator Martin Fourcade und Anton Schipulin aus Russland geschlagen geben.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Ausgang", sagte Schempp, der beim letzten Weltcup vor gut zwei Wochen in Antholz einen Sieg und einen zweiten Platz gefeiert hatte. Den Grundstein für seinen bereits achten Podestplatz in diesem Winter legte Schempp einmal mehr am Schießstand, wo er in gewohnt sicherer Manier alle zehn Scheiben abräumte. "Da weiß man schon, dass es ein super Rennen wird", sagte der Staffel-Weltmeister, der hinter Fourcade und dem Österreicher Julian Eberhard die drittbeste Laufzeit ablieferte. Am Ende hatte der Uhinger 18,7 Sekunden Rückstand auf Fourcade. Zu Rang zwei fehlten nur drei Sekunden.

Während die norwegischen Stars um Rekord-Weltmeister Ole Einar Bjørndalen auf die Reise in den Südwesten Kanadas verzichten und sich stattdessen zu Hause auf die Heim-WM in Oslo (3. bis 13. März) vorbereiten, will Schempp die Rennen in Nordamerika bewusst zum Feinschliff mit Blick auf den Saisonhöhepunkt nutzen. Anstrengende Anreise, Jetlag und Acht-Stunden-Zeitverschiebung hin oder her. "Man merkt, dass sich der Körper zu der Zeit eher auf die Couch oder zum Schlafen hinlegt, jetzt muss er Wettkämpfe bestreiten. Aber das ist ja für alle dasselbe", erzählte Schempp, für den ein Auslassen der Rennen in Kanada und kommende Woche in Presque Isle (USA) keine Option war: "Da wäre mir die Pause bis zur WM zu lang."

Am Freitag starten die Damen ihr Sprintrennen (19.15 Uhr/ZDF).
Man merkt, dass sich der Körper zu der Zeit eher auf die Couch oder zum Schlafen hinlegt, jetzt muss er Wettkämpfe bestreiten.Simon Schempp zu den Gegebenheiten in Kanada
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