Trotz des Abstiegs aus der Bundesliga ein Jahresüberschuss von 409 000 Euro - 2. Liga wird teuer
1. FC Nürnberg mit kleinem Gewinn

Die mit Spannung erwartete Wahl von fünf neuen Aufsichtsräten beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg hat sich auf der Mitgliederversammlung in die Länge gezogen. Immerhin durften sich gleich 16 Kandidaten am Dienstagabend den etwas mehr als 2000 anwesenden Mitgliedern präsentieren. Trainer Valerien Ismaël und seine Mannschaft hatten die Frankenhalle da bereits wieder verlassen.

Das Votum der Mitglieder dürfte Einfluss auf den zukünftigen Kurs des Bundesliga-Absteigers und auch Auswirkungen auf die Zukunft von Sportvorstand Martin Bader haben. Ein Dringlichkeitsantrag auf Abberufung von Aufsichtsratsmitglied Günther Koch scheiterte nach längerer Diskussion. Die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit zur Zulassung kam nicht zustande.

Ralf Woy zufrieden

Die vergangene Abstiegssaison in der Bundesliga hat der Club mit einem geringen finanziellen Gewinn abgeschlossen. Der Jahresüberschuss betrug 409 000 Euro nach Steuern. "Wir sind mit dem Ergebnis nicht sehr zufrieden, aber zufrieden", sagte Finanzvorstand Ralf Woy.

Die Bilanz wurde durch hohe Investitionen belastet, weil durch Trainerwechsel und Spielerkäufe der Abstieg abgewendet werden sollte. Der Sturz in die 2. Bundesliga wird die Franken ebenfalls teuer zu stehen kommen, da sich allein die TV-Einnahmen in der laufenden Saison mehr als halbieren dürften. Sie reduzieren sich auf etwa zehn Millionen Euro. Ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen, werde schwierig, bestätigte Woy: "Dann könnten wir uns alle auf die Schulter klopfen."

1,18 Millionen Euro Schulden

Die Gesamterträge stiegen im vergangenen Geschäftsjahr auf 64,4 Millionen Euro (Vorjahr: 54,4). Auch die Ausgaben lagen mit 64,0 Millionen deutlich höher als zuvor (53,7). Den Etat für den Lizenz-Bereich bezifferte der Verein mit 23,9 Millionen Euro. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2014 drückten den Club Schulden von 1,18 Millionen Euro.
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