Trotz erneuter Pleite: Knäbel bleibt Trainer
HSV ein Torso

Pierre-Michel Lasogga (links) und Nicolai Müller können die erneute HSV-Niederlage nicht fassen. Bild: dpa
Heimpleite, Abstiegsplatz, Kabinenzoff und flüchtende Fans: Der einstmals große Hamburger SV ist am vorläufigen Tiefpunkt angekommen. Doch trotz des drohenden erstmaligen Absturzes in die 2. Fußball-Liga will Clubchef Dietmar Beiersdorfer die Saison mit Peter Knäbel als Coach durchziehen. "Ja, das schließe ich aus!", antwortete der HSV-Vorstandsvorsitzende auf bohrende Fragen nach einem erneuten Wechsel auf der Bank. "Wir müssen jetzt zusammenrücken. Es sind ja noch 18 Punkte zu vergeben", meinte Beiersdorfer nach dem 0:2 gegen den VfL Wolfsburg.

Doch wer soll nach der Serie von acht Spielen ohne Sieg und 495 Minuten ohne eigenen Torerfolg die Wende herbeiführen? Nichts ist besser geworden unter dem mit großen Hoffnungen und als Heilsbringer zurückgeholten Ex-Profi und -Sportchef Beiersdorfer. Nach Mirko Slomka und Josef Zinnbauer ist Knäbel bereits der dritte HSV-Coach in dieser missratenen Saison. Seine Minusbilanz aus zwei Spielen: null Punkte und 0:6 Tore.

Doch damit nicht genug: Am Sonntag wurde bekannt, das die Schweizer Nationalspieler Valon Behrami und Johan Djourou in der Halbzeitpause aneinandergeraten sind. Der HSV habe eine "emotionale Auseinandersetzung" bestätigt, die Beteiligten seien mit einer Geldstrafe belegt worden, berichtete "Sport Bild Plus" am Sonntag. Abwehrchef Djourou sah zudem wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte.

Entsetzt über den erneuten Absturz flüchteten die Fans in Scharen schon vor dem Abpfiff aus dem Volkspark. Kurzzeit-Coach Knäbel schlug nach dem deprimierenden Auftritt fassungslos die Hände vors Gesicht. Gelähmt vor Angst taumelt das Gründungsmitglied der Liga dem ersten Abstieg nach 52 Jahren entgegen.
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