Trotz Niederlage gewisse Zufriedenheit bei den Königsblauen - Etliche positive Ansätze
Schalkes Real-Erkenntnisse

Der 19-jährige Schalker Keeper Timon Wellenreuther bot gegen Real ein klasse Leistung. Bild: dpa
Das 0:2 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions-League gegen Real Madrid am Mittwochabend bedeutet für den FC Schalke 04 nach aller Fußball-Wahrscheinlichkeit das Aus in der Königsklasse. Und dennoch herrscht bei Königsblau eine gewisse Zufriedenheit. Die Erleichterung, von den Königlichen nicht wie im Vorjahr mit 1:6 oder vom FC Chelsea in der Gruppenphase mit 0:5 abgefertigt worden zu sein, ist spürbar. Manche Erkenntnis des ersten internationalen Fußballabends 2015 Auf Schalke ist für das Team von Trainer Roberto Di Matteo nicht befriedigend, doch es gibt auch positive Ansätze.

1. LEISTUNGSLIMIT: Der FC Schalke 04 gehört wohl zu den besten 16 Teams in Europa. Von den besten 8 ist er aber immer noch sehr weit entfernt. Das dritte Achtelfinal-Aus in Serie in der Königsklasse ist praktisch besiegelt. Schwergewichte wie Real Madrid oder der FC Chelsea sind international genauso meilenweit entfernt wie der FC Bayern in der Bundesliga.

2. STABILERE DEFENSIVE: Der Freibrief für Trainer Roberto Di Matteo kam von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies. Bei dieser Personallage könne der Trainer "keine andere Taktik spielen" lassen. Der Schalker Beton wird aus der Not heraus angerührt und wird immer stabiler. Noch im November brach man gegen Chelsea (0:5) auseinander - 14 Gegentore in der Gruppenphase der Champions-League waren Höchstwert aller für das Achtelfinale qualifizierter Teams.

3. HARMLOSE OFFENSIVE: Ausfälle wie Jefferson Farfan oder Julian Draxler schmerzen Schalke. Die taktische Flexibilität im Angriff ist eingeschränkt. Neun Tore in sieben Spielen der Champions-League sind unter dem Durchschnitt. Und für den einzigen Klassemann läuft das Jahr 2015 denkbar schlecht. Durch die komplett überflüssige Rote Karte im Auftaktspiel gegen Hannover nahm sich Klaas-Jan Huntelaar in der Bundesliga für vier Spiele quasi selbst aus dem Rennen. Nun folgte nach einer halben Stunde gegen Real das schmerzhafte Aus mit einer schweren Unterschenkelprellung.

4. JUGEND FORSCH: Zwei 19-Jährige haben einen Trend bestätigt. Torwart Timon Wellenreuther und Felix Platte zeigten auch gegen Real, dass die Jugend bei Schalke immer eine Chance hat. Nach Julian Draxler, Max Meyer oder Leon Goretzka stehen schon wieder zwei Teenager mit Perspektive parat. Platte drosch den Ball an die Latte. "Ich stand da rum und hab dann einfach mal draufgehalten. Schade, dass der nicht reingegangen ist", sagte er. Wellenreuther parierte gegen Ronaldo und ärgerte sich doch über zwei Gegentore.

5. DIE CHANCE IN DER NIEDERLAGE: Lamentieren nützt nichts. Aus dem Gefühl, eine Demütigung wie beim 1:6 im Vorjahr vermieden zu haben, kann Schalke Kraft finden, um den nächsten Auftritt in der Champions-League möglich zu machen. Platz drei ist in der Bundesliga das Minimalziel - so selbstbewusst ist man dann doch. Und es stehen wegweisende Spiele an. Gegen Werder Bremen muss am Samstag das Team der Rückrunde in Schach gehalten werden. Dann kommt es zum Duell bei Borussia Dortmund. Ein Sieg im Revierderby kann die Stimmung für den Rest der Rückrunde positiv beeinflussen.
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