Tscharnke lässt Langläufer jubeln

Die neunte Auflage der Tour de Ski bringt den deutschen Langläufern jede Menge Positives. Drei Sportlerinnen kommen unter die besten Zwölf. Tim Tscharnke beendet eine zweijährige sieglose Zeit und holt das Herren-Team aus dem Tal der Tränen.

Deutschlands Langläufer haben mit ihrem besten Mannschaftsergebnis bei der Tour de Ski alle Kritiker Lügen gestraft. Mit Platz sieben für Nicole Fessel in der Gesamtwertung und Tim Tscharnkes Sieg auf dem vorletzten Teilstück erfüllten die DSV-Starter nach schwachem Auftakt am Ende doch noch ihre Ziele für das Mehretappenrennen, bei dem Norwegen am Sonntag durch Marit Björgen und Martin Johnsrud Sundby einen eindrucksvollen Doppel-Triumph feierte.

Mit Tscharnkes Erfolg endete am Samstag eine fast zweieinhalbjährige Sieglos-Serie deutscher Langläufer. Damit qualifizierte sich der Thüringer zugleich für die WM in Falun. In der Tour-Gesamtwertung wurde er 21. und damit hinter dem Traunsteiner Jonas Dobler, der Platz 17 belegte, zweitbester Deutscher. Da auch die Damen durch Fessel, Denise Herrmann als Achte und Steffi Böhler auf Rang elf vollauf überzeugten, konnte Bundestrainer Frank Ullrich nach dem ersten Saisonhöhepunkt überaus zufrieden sein.

"Wir wollten wenn möglich eine Sportlerin unter die besten Zehn bringen, jetzt haben wir drei unter den besten Zwölf", schwärmte Ullrich. Dass sich zum Ende der Tour auch noch bei den Herren Erfolge einstellten, bestätigte seine Voraussage, dass die junge Mannschaft Zeit zur Entwicklung braucht. Dabei hatte es bis zum Samstag keinesfalls nach einer Wende zum Guten ausgesehen. Die bislang schwachen Saisonergebnisse hatten die für die Sparten Nordisch und Biathlon zuständige DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger zu einer Standpauke veranlasst. Nur ein paar Stunden später folgte das Erfolgserlebnis für Tscharnke im Massenstartrennen über 15 Kilometer. In dessen Sog lief auch Thomas Bing mit Platz sechs zur WM.
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