TV-Gelder: Ausschluss der Werksvereine?

Nach dem provokanten Antrag des FC St. Pauli zur TV-Vermarktung im deutschen Profifußball erwartet Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge eine "spannende" Diskussion bei der DFL-Mitgliederversammlung am 2. Dezember in Frankfurt. Auch der Branchenführer des deutschen Fußballs bringt sich eine Woche vor der Zusammenkunft der 36 Erst- und Zweitligisten in Position.

"Wir müssen dazu kommen, dass wir - und das ist eine große Aufgabe der Deutschen Fußball Liga - die Bundesliga speziell in der Spitze auch international wettbewerbsfähig halten", forderte Rummenigge nach dem Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Olympiakos Piräus am Dienstagabend in München. Im Klartext: mehr Geld für die Topclubs.

Rummenigge ist froh, dass St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig eine "überfällige" Debatte angestoßen habe. Der Zweitligist möchte vor allem Werksvereine wie Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg, aber auch 1899 Hoffenheim und künftig möglicherweise Hannover 96, die sich nicht der sogenannten 50+1-Regel über die Stimmenmehrheit bei den Profivereinen unterwerfen müssen, in Zukunft von der Gruppenvermarktung auch der Fernsehrechte ausschließen. Leverkusen (Bayer-Werk) und Wolfsburg (VW) werden von Firmen unterstützt und geprägt, in Hoffenheim ist Dietmar Hopp als Mäzen der starke Mann.

Es geht in Frankfurt um die Gestaltung der Zentralvermarktung und damit auch die Solidarität unter den Vereinen sowie zwischen der finanzstarken Bundesliga und der von Fernsehgeldern abhängigen 2. Liga.
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