TV-Vertrag
Traditionsclubs wollen mehr Geld

Hannover. Der Milliarden-Coup der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hat sehr schnell eine Diskussion über die Verteilung der Rekord-Summe aus dem neuen TV-Vertrag ausgelöst. Mindestens 4,64 Milliarden Euro erhalten die 36 Proficlubs in den vier Spielzeiten ab 2017/18. Wer welches Stück vom riesigen Kuchen bekommt, wird kontrovers erörtert. Das Team Marktwert, ein Bündnis von sechs Traditionsclubs, fordert einen anderen Verteilungsschlüssel. HSV-Marketingvorstand Joachim Hilke kündigte am Freitag Gespräche mit der DFL an, "um spätestens im Herbst einvernehmlich zu einem positiven Ergebnis zu kommen."

Team Marktwert


Im März hatten der Hamburger SV, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC, Werder Bremen, der 1. FC Köln und Absteiger VfB Stuttgart das Team Marktwert gegründet. Die Clubs sind mit dem Verteilungsschlüssel, der nur die Ligazugehörigkeit und die Tabellenplätze anhand der Fünfjahreswertung berücksichtigt, nicht zufrieden. "Wir halten es für zwingend notwendig, dass neben den bestehenden Säulen auch der aktuelle Marktwert des jeweiligen Vereins bei der Verteilung berücksichtigt wird", betonte Axel Hellmann, Vorstandsmitglied von Eintracht Frankfurt, in einer gemeinsamen Erklärung.

Dass der aktuelle Marktwert in die Verteilung der TV-Gelder einfließt, sei in allen europäischen Ligen üblich, sagte Ingo Schiller, Geschäftsführer Finanzen bei Hertha BSC.

Derzeit wird das TV-Geld im Verhältnis 80:20 zwischen der Bundesliga und 2. Liga verteilt. In der jeweiligen Spielklasse entscheidet vor allem der sportliche Erfolg über die Höhe des TV-Geldes, das ein Verein erhält.

Fan-Basis berücksichtigen


Das wollen die Team Marktwert-Clubs ändern. Sie fordern, dass Kennzahlen wie Fan-Basis, Beliebtheit, Bekanntheitsgrad und TV-Reichweite in die Verteilung der Fernsehgelder einfließen sollen.
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