Überragende Leistungen beim 6:2-Erfolg über Rumänien - Damen schlagen Serbien
Deutsche Kegler haben Medaille sicher

Speichersdorf. Die Freude war der deutschen Mannschaft ins Gesicht geschrieben: Mit der bisher besten Leistung im gesamten Turnierverlauf besiegten die Schützlinge von Interims-Bundestrainer Oliver Scholler das rumänische Team im Viertelfinale der Sportkegel-WM in Speichersdorf mit 6:2. Dabei zahlte sich besonders die mannschaftliche Geschlossenheit aus: Kein Spieler erzielte ein Ergebnis unter 620 Holz. Einer ragte jedoch heraus: Youngster Timo Hehl. Er erspielte sich aufgrund seiner starken Vorstellung nach der Einwechslung am Vortag gegen Bosnien einen Startplatz. Und er zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen mit einer Gala-Vorstellung zurück. Mit neuer persönlicher Bestleistung kam er auf 686 Kegel.

Die Zuschauer in der voll besetzten Sportarena von Speichersdorf sahen eine packende Kegel-Partie. In gleich mehreren Sätzen gaben nur ein oder zwei Kegel den Ausschlag. So beispielsweise bei Thomas Schneider, der im Schlussduo gemeinsam mit Timo Hoffmann den entscheidenden Punkt für Deutschland holte. Nach dem souveränen Satzgewinn zu Beginn, musste er sich seinem Kontrahenten Paul Ciprian Rohotin in Satz zwei mit 173:172 geschlagen geben. Das gewisse Quäntchen Glück hatte der Deutsche dann einen Satz später, als er mit 162:161 den Sack schon fast zumachte.

Halle ein Hexenkessel

Zuvor hatte das Startduo Weber/Reiser gegen Lupu/Dudas noch 1:1 gespielt. Dann kam der Auftritt von Timo Hehl, der die Halle endgültig in einen Hexenkessel verwandelte. Der 23-jährige Schwabsberger spielte unbekümmert auf und ließ Ion Cercel nicht den Hauch einer Chance. 4:0-Satzpunkte und 686 Kegel standen am Ende auf seiner persönlichen Bilanz.

Fabian Seitz (646), neben Hehl auf der Bahn, gewann in routinierter Manier gegen Dumitru Virgil Dorin und den eingewechselten Dan-Ioan Mihaila mit 3:1-Satzpunkten. Lokalmatador Timo Hoffmann (623) erwischte nicht den besten Tag. Er unterlag Petrut Ovidiu Mihalcioiu mit 1:3 nach Satzpunkten. "Hauptsache ist, dass die Mannschaft gewonnen hat und wir nun im Halbfinale stehen", überwog bei Hoffmann die Freude. Damit haben Hoffmann und seine Teamkollegen bereits eine Medaille sicher, denn Platz drei wird nicht mehr ausgespielt.

Auch die deutsche Damen ließen auf dem Weg in das Endspiel-Wochenende nichts anbrennen. Sie besiegten Serbien mit 6:2 (3628 : 3457). Für den Spieltag am Samstag (ab 8 Uhr) sind noch einige Restkarten an der Tageskasse erhältlich.

Der Zeitplan am Samstag: Herren: 8 Uhr Deutschland - Ungarn, 11.30 Uhr Serbien - Österreich. Damen: 8 Uhr Kroatien - Tschechien, 11.30 Uhr Slowenien - Deutschland. Das Endspiel der Damen ist dann ab 16 Uhr.
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