Unfalltod des 20-jährigen Fußballprofis löst große Anteilnahme aus - VfL Wolfsburg zieht ...
Tiefe Trauer um Junior Malanda

Der Tod von Junior Malanda hat den VfL Wolfsburg in einen Schockzustand versetzt und eine Welle der Anteilnahme im internationalen Fußball ausgelöst. Am Tag nach dem folgenschweren Verkehrsunfall auf der A2 bei Porta Westfalica, bei dem der belgische Mittelfeldspieler am Samstag ums Leben gekommen war, begannen der Bundesligist und seine Fans immer noch tief bestürzt mit der Trauerarbeit. Der Tabellenzweite hatte wegen des Unglücks die geplante Reise nach Südafrika zunächst verschoben, wollte nach einer eintägigen Bedenkzeit am Sonntagabend aber doch ins Trainingslager nach Kapstadt aufbrechen.

"Es war keine leichte Entscheidung, aber es ist die absolut richtige", erklärte VfL-Manager Klaus Allofs am Sonntag. "Junior wollte den Erfolg, das ist das Letzte, was wir für ihn tun können", ergänzte Allofs. Trainer Dieter Hecking, mehrfach von Weinkrämpfen geschüttelt, verteidigte die Maßnahme. "Die Lücke ist groß, aber es geht weiter im Leben", sagte der Coach des Tabellenzweiten. Er möchte am vorgesehenen Programm mit zwei Testspielen in Südafrika festhalten. In Kapstadt erhält das Team psychologische Hilfe.

Die VfL-Fans legten indes im VIP-Bereich vor dem Stadion Kerzen, Blumen, Bilder und grün-weiße Schals im Gedenken an den verstorbenen Profi nieder, der in 17 Bundesligaspielen für den VfL zwei Tore erzielt hatte. Rund 1000 Anhänger erinnerten am Sonntag mit einem Trauermarsch an den verstorbenen Profi.Die Sportliche Leitung erfuhr am Samstagnachmittag vom Tod des belgischen Junioren-Nationalspielers. Malanda befand sich auf der Anreise zum Flughafen Braunschweig, um mit dem VfL-Team ins Trainingslager zu fliegen. Der junge Profi saß bei dem Autounfall bei Starkregen und heftigen Böen auf dem Rücksitz eines Geländewagens. Als das Fahrzeug ins Schleudern geriet und gegen einen Baum prallte, wurde der VfL-Profi nach Angaben der Polizei Bielefeld aus dem Fahrzeug geschleudert. Ob er angeschnallt war oder nicht, ist offen. Malanda starb noch am Unfallort. Der Fahrer und der Beifahrer wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Weltweit löste der Tod des 20 Jahre alten Talentes Entsetzen aus. "Geschockt und traurig über den tragischen Tod", twitterte Weltverbands-Präsident Joseph Blatter. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sprach den Angehörigen und Teamkollegen ihr Mitgefühl aus: "Wir sind tief bestürzt", sagte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung. "Der belgische Fußball verliert eines seiner größten Talente", erklärte Nationaltrainer Marc Wilmots. "So merkwürdig, wenn Du deinen Freund morgens noch gehört hast und dann diese Nachricht zu erfahren", twitterte sein belgischer VfL-Teamkollege Kevin De Bruyne. Herbstmeister FC Bayern legte am Sonntag zu Beginn seines Trainings in Doha eine Gedenkminute ein. Die Bayern sind zum Auftakt der Rückrunde am 30. Januar Gast in Wolfsburg.
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