Unternehmer Horst Linn sen. stellt seine Boliden aus: Speedtreibhaus in Eschenfelden viel mehr ...
Große Leidenschaft für den Rennsport

Das Speedtreibhaus ist nicht nur ein Museum, sondern auch eine Eventhalle und ein Coffeshop. Geöffnet ist es freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 12 bis 18 Uhr. Die Räume können auch für diverse Veranstaltungen gemietet werden. Im Zufahrtsbereich des Museums befindet sich eine kostenlose Ver- und Entsorgungsstation für Wohnmobile. Bild: rrd
Eschenfelden, die Gemeinde Hirschbach und der Landkreis Amberg-Sulzbach sind um eine Attraktion reicher geworden: Horst Linn sen. hat sich einen Wunsch erfüllt und diesen auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Am Donnerstag wurde sein Oldtimermuseum eröffnet (wir berichteten), doch das Speedtreibhaus ist weit mehr als ein Museum.

Dicht gedrängt reihen sich die Oldtimer aneinander, mehr als 40 Schmuckstücke finden in der großen Halle Platz. Vertreter aus der Politik, die Geistlichkeit, vor allem aber Freunde des Rallye-Sports aus Linns Zeit als Rennfahrer, kamen zur Einweihung. Lediglich Walter Röhrl, Rallye-Weltmeister und Profi-Rennfahrer, hatte wegen einer starken Grippe absagen müssen.

Röhrl holt Besuch nach

Per Live-Schaltung via Handy bedauerte Röhrl, dass er nicht dabei sein konnte. Er versprach, den Besuch nachzuholen. Horst Linn sen. erzählte, dass Röhrl ihm schon 1968 immer davongefahren sei. In seiner Rede erzählte der Unternehmer von den Erlebnissen aus seiner Rennfahrer-Zeit, die er 1982 beendet hat. 2002 fing er mit dem Oldtimer-Sport an. Seine Sammlung sei "franzosenlastig", gestand er.

Von Ralley- über Touren- sowie Sport- und Formelrennwagen ist alles zu sehen. Bislang vertreten sind die Marken Renault, Ferrari, Salmson, Renault-Gordini, Renault-Alpine, Peugeot, Founier-Marcadier, BSH, Stanuellini und noch andere. Einige von ihnen werden nach wie vor bei Rennen eingesetzt. Weltweit einmalig ist der Salmson mit einem Flugzeug-Sternmotor. Das Fahrzeug (Baujahr 1924, Motor von 1926 mit 9 Zylindern und 2,9 Liter Hubraum) fährt Linn immer noch bei Oldtimer-Rennen, wie sein "Schrauber", Kfz-Meister Johann Breahna, verriet.

Da Linn das unternehmerische Ruder an seinen Sohn Horst übergeben hat, möchte er "noch ein bisschen durch die Gegend fahren". Es werde in Kürze eine zweite Halle geben, kündigte Horst Linn an, der mit dem Rennfieber auch seinen Sohn und seine Tochter angesteckt hat. So ist Horst Linn jun. bereits Gokart-Rennen mit Michael Schuhmacher gefahren. "Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut und nichts ist verwerflich, wenn es denn mit ehrlichem Dank genossen wird", sagte Pfarrer Konrad Schornbaum und sprach damit auch die Technik, die Entwicklung und das Können von Konstrukteuren und Ingenieuren an. Gemeinsam mit Pfarrer Hans Zeltsperger segnete er das neue Gebäude.

Kompliment für Linn

"Horst Linn sen. ist ein immerwährendes Kraftwerk", sagte der frühere Landrat Armin Nentwig. Dieses Kompliment machte er dem Unternehmer auch im Namen von Bürgermeister Hans Durst.
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