USA
Internationale Pressestimmen

Washington Post: Es wäre auch ein guter Zeitpunkt, die Karriere von Fifa-Präsident Sepp Blatter zu beenden, der seit 1998 über den Verband geherrscht und dessen Einnahmen verteilt hat.

New York Times: "Die Fifa darf dieses Mal nicht so tun, als gehe es um ein paar korrupte Funktionäre. Ein erster Schritt wäre, sofort Herrn Blatter zu schassen und die Fifa umzustrukturieren."

Frankreich

Libération: Der Chef (Joseph Blatter) dieser von Korruption durchsetzten Institution ist sexistisch, homophob, leugnet Rassismus im Fußball und Sklavenarbeit in Katar. Wenn Mafia-Methoden einer so mächtigen Organisation wie der Fifa ans Tageslicht kommen, dürfen Politiker nicht schweigen, nur weil sie darauf hoffen, dass ihnen die Organisation einer Sportveranstaltung zugestanden wird.

La Croix: "Es gibt zu viele Fußballfans, die zweifeln, ob ihr Lieblingssport Platz lässt für traurige Praktiken, aber lieber nicht darüber nachdenken.

Dernières Nouvelles d'Alsace: "Es ist viel mehr notwendig als eine Razzia, so spektakulär sie auch sein mag, um der bis auf die Knochen korrupten Hydra, die den weltweiten Fußball regiert, ein Ende zu bereiten. Aber es ist schon mal ein guter Anfang."

Großbritannien

Guardian: Blatter sitzt ganz oben auf diesem dampfenden Haufen von Bestechung. Er mag äußerlich ruhig wirken, aber er ist am Ende. Entweder er geht, oder die Fifa bricht zusammen. Oder es passiert beides.

Spanien

El País: "Es ist nicht glaubhaft, dass der Präsident die tiefen Korruptionswurzeln nicht gekannt hat (...) Selbst wenn er wirklich nichts gewusst hat, war und ist Blatter verantwortlich. Der logischste Schritt wäre nun der Rücktritt - auch wenn die Fifa behauptet, Blatter sei nicht verwickelt.

La Vanguardia: "Bei der Fifa wurde die Zeit des Wandels eingeläutet. Aber dieser Wandel scheint unter Blatter nicht durchführbar. Und - sagen wir das ohne Umschweife - auch nicht ohne eine ernsthafte Gewissensprüfung seitens der Sponsoren und der Verwalter der TV-Rechte, die den Niedergang mitverantwortet haben.

Schweiz

Neue Zürcher Zeitung: Die Fifa wird sich um einen ruhigen Kongress bemühen und vermutlich den Präsidenten Joseph Blatter im Amt bestätigen. Aber ihre dunklen Geister wird sie so schnell nicht los, auch wenn die mutmaßlichen (Korruptions-)Vorgänge abermals Erdteile betreffen, die weit entfernt sind.

Niederlande

de Volkskrant: Blatters Verbleib im Amt ist tödlich für das Image der Fifa. So sieht es jedenfalls ein Teil der Welt. Blatter hat keine Botschaft für jenen Teil der Welt, der vor allem aus europäischen Ländern besteht.

Tschechien

Lidove noviny: Die Gegner von Fifa-Präsident Joseph Blatter blicken nun hoffnungsvoll auf den Gegenkandidaten. Der jordanische Prinz Ali bin al-Hussein soll derjenige sein, der dem Weltfußball sein sauberes Image zurückgibt und ihn aus der Krise führt! Das ist eine schöne, aber etwas naive Vorstellung.

Österreich

Der Standard: Neben korrupt ist es vor allem ein Adjektiv, das im Zusammenhang mit Joseph Blatter besonders häufig fällt: mächtig. Der mächtige Präsident, der mächtige Schweizer, der mächtige Sepp. Angesichts der aktuellen Entwicklungen sollte man endlich ein "ohn" voranstellen. (...) Kaum vorstellbar, was der seit 1998 wirkende Blatter (79) in vier weiteren Jahren anrichten und welchen Nachfolger er aufbauen würde.
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