Verband verlängert die Verträge mit den Trainern Storck, Möller und Gehrke
Ungarn setzt auf deutsches Trio

Bernd Storck bleibt nach der erfolgreichen EM-Qualifikation Cheftrainer der ungarischen Nationalmannschaft. Bild: dpa
"Europa, wir kommen!", titelte die Budapester Sportzeitung "Mezeti Sport" am Morgen nach Ungarns Play-off-Erfolg gegen Norwegen. Die erste EM-Teilnahme nach 44 Jahren ist seit Sonntagabend fix - keine 24 Stunden später war auch die weitere Zusammenarbeit mit dem deutschen Trainer-Erfolgstrio Bernd Storck, Andreas Möller und Holger Gehrke gesichert. "Herr Storck hat außergewöhnlich gute Arbeit geleistet. Wir planen langfristig mit ihm", sagte Ungarns Verbandspräsident Sándor Csányi am Montag.

Unmittelbar nach dem 2:1 gegen Norwegen hatte Storck noch keine klare Ansage in Richtung seiner ganz persönlichen EM-Teilnahme machen können oder wollen - tags darauf freute er sich darüber, dass er "nach den sehr guten Erfahrungen mit Andy Möller und Holger Gehrke auch den nächsten Schritt" mit seinem Team machen darf. "Ich habe die Pläne für weitere Maßnahmen schon in der Schublade und werde darüber mit dem Präsidenten auch noch sprechen", sagte Storck dem "kicker".

Cheftrainer Storck, in Personalunion auch Sportdirektor der Magyaren, sprach schon nach dem insgesamt überraschenden Erfolg gegen die favorisierten Norweger voller Vorfreude über das Potenzial in Ungarns Team. "Die Truppe ist klasse. Wir haben sie gut vorbereitet", sagte der frühere Bundesliga-Profi nach dem Abpfiff eines emotionalen Spiels in Budapest und freute sich über eine "überragende Leistung". Für Ungarn ist es die erste Qualifikation für ein großes Turnier seit 1986, als die Auswahl es zur WM nach Mexiko schaffte. 1972 war Ungarn zuletzt bei einer EM vertreten.

Nach dem 1:0 im Hinspiel brachte Tamás Priskin sein Team am Sonntag mit seinem Führungstor schon in der 14. Minute dicht an das EM-Ticket. Mit einem Eigentor in der 83. Minute besiegelte Markus Henriksen das Aus der Norweger. Der Treffer des Pechvogels zum 1:2-Endstand (87.) kam zu spät. Dass die spielerische Überlegenheit nicht zu Norwegens erster EM-Teilnahme seit 2000 reichte, löste viel Kritik aus. Norwegens Coach Per Mathias Høgmo wurde von den TV-Experten infrage gestellt.
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