Verdienter 3:0-Sieg des gebeutelten BVB beim schwachen SC Freiburg - Aubameyang nicht zu ...
Klopp ordnet Dortmunder Jubel an

Pierre-Emerick Aubameyang (links) war der entscheidende Mann der Dortmunder in Freiburg: Das erste Tor bereitete er vor, das 2:0 und 3:0 machte er selber. Bild: dpa
Beim 1:0 ballte Jürgen Klopp die Faust, beim 2:0 klatschte er nur, beim 3:0 fiel er seinem Assistenten Zeljko Buvac um den Hals. Die ganz großen Gefühlsausbrüche zeigte der 47-jährige Trainer bei Borussia Dortmunds Befreiungsschlag nicht. Seinen Profis aber verordnete er kollektiven Jubel: "Ich habe der Mannschaft schon vor dem Spiel gesagt, dass sie sich verdammt noch mal richtig freuen soll, wenn wir gewinnen - und nicht nur erleichtert sein soll. Wir waren zuletzt die einzige Fußball-Mannschaft der Welt, die sich nicht mehr richtig freuen konnte", sagte Klopp nach dem 3:0 (1:0) des BVB am Samstag beim SC Freiburg.

Auf Relegationsrang

Der bis dato größte Krisenclub der Fußball-Bundesliga kann doch noch gewinnen. Mit dem ersten Erfolgserlebnis nach zuvor fünf sieglosen Spielen kletterte Dortmund vom letzten Tabellenplatz auf den Relegationsrang. Es war zugleich der höchste Saisonsieg für den Champions-League-Teilnehmer.

"Um in den entscheidenden Momenten mutig zu sein, muss man auch nach drei, vier, fünf Monaten, in denen wenig geklappt hat, an seine Stärken glauben", erklärte Klopp die Wende. "Heute haben wir einen ersten wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht. Die Mannschaft hat heute bis zur 90. Minute das durchgezogen, was wir uns vorgenommen haben."

Von der ersten Sekunde an zeigten sich die Dortmunder gewillt, den so ersehnten Dreier zu erzwingen. Wie wild jagten sie Ball und Gegner hinterher. So kamen die übernervösen Freiburger kaum dazu, mal vernünftig nach vorne zu spielen. Mike Frantz leistete sich zudem einen haarsträubenden Fehlpass, als er in der 9. Minute das Leder Pierre-Emerick Aubameyang in die Füße spielte. Der Stürmer aus Gabun umkurvte Torhüter Roman Bürki und Marco Reus brauchte nur noch zum 1:0 einzuschieben.

"Dieses Tor war natürlich wahnsinnig bitter, das ist schlimmer als ein Eigentor", klagte Freiburgs Trainer Christian Streich, der nach dem Abpfiff ziemlich verzweifelt war: "Wir haben heute einfach ein furchtbares Spiel gemacht. Wir hatten einen sehr, sehr schwachen Tag. Wir waren chancenlos."

Bedauernswerte Bewacher

Vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion erinnerten die Gäste daran, welche Klasse in ihren Protagonisten wie Reus, Mats Hummels - und vor allem Aubameyang steckt. Der 25-Jährige enteilte seinem bedauernswerten Bewacher Pavel Krmas (34) ein ums andere Mal und durfte seinen ersten Doppelpack in dieser Saison feiern: In der 56. und 72. Minute erhöhte er auf 2:0 und 3:0 - der zweite Auswärtssieg der Dortmunder in dieser Spielzeit war perfekt.
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