VfB sauer, Augsburg siegt

Nach der vierten Heimniederlage der Saison hatten Spieler und Trainer des Tabellenletzten VfB Stuttgart den Schuldigen schnell gefunden. "Wenn du 60 Minuten in Unterzahl spielst, ist es natürlich unheimlich schwer", sagte VfB-Coach Armin Veh nach dem 0:1 (0:0) gegen den FC Augsburg und haderte mit Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer. Der Referee aus Herne zeigte in der 28. Minute Daniel Schwaab wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte und entschied vor dem einzigen Treffer der Partie nach einem umstrittenen Handspiel von Stuttgarts Adam Hlousek auf Elfmeter.

"Ich bin eigentlich keiner, der auf den Schiedsrichter schimpft", sagte VfB-Torwart Sven Ulreich bei Sky und schob hinterher: "Aber heute war er schon entscheidend. Da waren fragwürdige Entscheidungen dabei." Schwaab sah innerhalb von sieben Minuten (21./28.) zweimal Gelb, zumindest die zweite Karte war fragwürdig. Auch über das Handspiel stritten Experten und Beteiligte.

Bei einer Flanke von Raul Bobadilla zog Verteidiger Hlousek die Hand zwar noch zurück, konnte eine Berührung mit dem Ball aus kurzer Distanz aber nicht mehr vermeiden - Schiedsrichter Kinhöfer entschied sofort auf Strafstoß. "Für mich war das ein klarer Elfmeter und ein ganz klares Handspiel", sagte Reuter. "Er wollte die Hand wegziehen und nicht die Fläche verbreitern", widersprach Veh und sprach von einer "total bescheuerten Regel". Augsburgs Kapitän Paul Verhaegh ließ sich am Sonntag die Chance aber nicht entgehen und sorgte mit dem 1:0 (0:0) für den ersten Auswärtserfolg der bayerischen Schwaben nach zuletzt vier Niederlagen auf fremden Plätzen.
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