VfL Wolfsburg bezwingt Angstgegner mit 1:0 - Gästetrainer Weinzierl sauer
Nur Naldo trifft gegen Augsburg

Augsburgs Tobias Werner kniet nach der 0:1-Niederlage in Wolfsburg enttäuscht am Boden. Bild: dpa
Mit dem ersten Heimsieg gegen den FC Augsburg hat sich der VfL Wolfsburg in die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga geschoben. Im vierten Versuch gegen die Schwaben gelang dem VfL mit dem 1:0 (0:0) der erste Dreier im heimischen Stadion. Dank des Treffers von Naldo (58. Minute) kletterten die Wolfsburger am Sonntag vor 25 734 Zuschauern erneut in Richtung Europapokalplätze. "Bei Werder Bremen habe ich auch oft probiert, nach vorne zu gehen", sagte der blendend gelaunte Brasilianer nach seinem 33. Bundesliga-Tor und betonte bescheiden: "Diese drei Punkte waren sehr wichtig für uns."

In einer an Torchancen armen Partie sorgte bezeichnenderweise Naldo für die Entscheidung. Stürmer und Mittelfeldspieler des VfL schafften es während der gesamten 90 Minuten nicht, eine gefährliche Aktion zu kreieren. So startete der schlaksige Innenverteidiger nach einer knappen Stunde seinen Sturmlauf: Nach Dribbling und Doppelpass mit Sebastian Jung schoss der Brasilianer unhaltbar für seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Marwin Hitz ins linke Eck ein.

Die Zuschauer sahen eine von Taktik und engagiertem Defensivverhalten geprägte erste Halbzeit. Die besten Möglichkeiten hatten die Gäste. Zunächst schoss Raul Bobadilla, leicht behindert von seinem Mitspieler Tobias Werner, aus kurzer Distanz drüber (29.), dann scheiterte Halil Altintop an VfL-Keeper Diego Benaglio (30.). "Wir sind alle enttäuscht, heute war etwas drin. Dieses Spiel dürfen wir nicht verlieren", sagte Augsburgs Chefcoach Markus Weinzierl nach der unglücklichen Niederlage.

Für die größte Aufregung in der ersten Hälfte sorgte Augsburgs Mittelfeldmann Werner in der 32. Minute. Kevin de Bruyne trat seinem Kontrahenten in einem Laufduell versehentlich von hinten an die Ferse. Vor dem darauffolgenden Einwurf für die Wolfsburger kickte Werner seinen locker sitzenden Schuh in den Unterleib des Belgiers. De Bruyne bewies jedoch Fairplay und ließ sich nicht fallen, Schiedsrichter Markus Schmidt aus Stuttgart quittierte Werners Unsportlichkeit mit einer Gelben Karte.

Die beste Chance zum Ausgleich hatte der eingewechselte Alexander Esswein, der nach einem Steilpass alleine auf Benaglio zulief. Doch der frühere Schweizer Nationaltorwart klärte im Herauslaufen (82.).
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