VfL Wolfsburg wieder im Halbfinale

Die Wolfsburger lagen sich nach dem dritten Pokal-Halbfinaleinzug nacheinander tanzend in den Armen, Freiburgs Trainer Christian Streich schimpfte wild auf den Schiedsrichter ein. Nach einem engagierten Auftritt beim Zweiten der Fußball-Bundesliga fühlte sich der SC Freiburg um einen Elfmeter und die große Möglichkeit zum 1:1 betrogen. "Es ist schade, wenn man so spielt und das Spiel dann so entschieden wird", sagte Streich über eine strittige Szene in der 75. Minute.

So aber feierte der VfL Wolfsburg am Dienstag trotz schlechter Chancenverwertung ein am Ende verdientes 1:0 (0:0) gegen die Breisgauer. Nachdem der VfL vor der enttäuschenden Kulisse von 15 237 Zuschauern zunächst beste Möglichkeiten ungenutzt gelassen hatte, sorgte erst das Elfmetertor von Ricardo Rodriguez in der 72. Minute für die Entscheidung. Was Streich erzürnte, war ein ausbleibender Pfiff von Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg), der eine Viertelstunde vor Schluss bei einer harten Aktion des Wolfsburgers Maximilian Arnold gegen Felix Klaus keinen Elfmeter gab.

Wolfsburg tat sich anfangs recht schwer. Die Freiburger machten die mangelnde spielerische Klasse mit Einsatz und Laufbereitschaft weg und bereiteten den favorisierten Wolfsburgern zunächst Probleme. Jonathan Schmid hatte sogar die große Chance zur Führung der Gäste, scheiterte mit seinem Freistoß aber am glänzend reagierenden VfL-Keeper Diego Benaglio.

Auf der Gegenseite vergaben Luiz Gustavo nach Zuspiel von Bas Dost (39.), Vieirinha aus der Distanz (43.) und Dost nach feinem Pass von Schürrle (45.). Nach dem Wechsel setzten die Wolfsburger ihr engagiertes Offensivspiel fort und erarbeiteten sich weitere Chancen. Schürrle verzog aus spitzem Winkel (48.), Kevin De Bruyne verfehlte knapp das Tor (52.) - die Gastgeber drängten nun auf die Führung.

Nur selten konnten sich die Breisgauer befreien. Im Gegenteil: Rodriguez mit einem Freistoß (61.) und wieder Schürrle nach Kopfball-Abgabe von Dost (69.) verzogen noch, doch 20 Minuten vor Schluss belohnten sich die Wolfsburger endlich für ihr Powerplay. Nach einem Foul am früheren Freiburger Daniel Caligiuri entschied Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) sofort auf Strafstoß. Diese Chance ließ sich Rodriguez gegen seinen Schweizer Nationalelf-Kollegen Bürki nicht entgehen und sorgte für die Entscheidung.
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