VfL Wolfsburg will ins Viertelfinale der Europa-League - Rückspiel bei Inter Mailand
De Bruyne wieder in Gala-Form?

Ein weiteres Argument für seine sportliche Zukunft beim VfL Wolfsburg kann Kevin De Bruyne am Donnerstag wieder selbst liefern. Präsentiert sich der Top-Star auch im Rückspiel des Europa-League-Achtelfinals bei Inter Mailand (21.05 Uhr/Kabel eins und Sky) erneut in Gala-Form und erreicht der VfL das Viertelfinale, wird die Zahl der Interessenten vielleicht noch größer, die Gründe für einen vorzeitigen Abschied aber wieder etwas weniger. "Das hängt ja auch von unserer sportlichen Entwicklung ab", sagte VfL-Sportchef Klaus Allofs vor dem Abflug am Mittwoch. Und die sportliche Entwicklung ist aktuell bestens.

Nach dem 3:1 im Hinspiel gegen den 18-maligen italienischen Meister hat der Bundesliga-Zweite beste Chancen aufs Viertelfinale, auch wenn Allofs warnte: "Das wird kein Abendspaziergang werden. Wir werden wieder gut spielen müssen, werden auch wieder unter Druck geraten und werden auch wieder einen guten Torhüter haben müssen". Auch Trainer Dieter Hecking gab den Mahner: "Wir tun gut daran, auch in Europa noch etwas demütig zu sein. Wir haben noch nichts erreicht."

Dennoch zeigt sich der VfL durchaus reif für große Aufgaben. Auch in der Bundesliga läuft es bestens. Als Tabellenzweiter hinter Bayern München hat Wolfsburg schon 14 Punkte Vorsprung auf Rang fünf. Die Qualifikation für die Champions-League ist nahezu sicher. So lange der von Volkswagen finanziell üppig ausgestattete Club künftig in der Königsklasse mitspielt und Chancen auf Titel hat, dürften nur wenige Clubs De Bruyne aus dem noch bis 2019 gültigen Vertrag kaufen können.

"Mit dem VfL wollen wir in die Champions-League und uns unter den besten Clubs in Deutschland etablieren und das wollen wir mit den besten Spielern", sagte Allofs, für den es auch keine "Schmerzgrenze" bei seiner belgischen Top-Kraft gibt: "Wir sind im Begriff, eine Mannschaft aufzubauen und machen uns da nicht so Gedanken darüber, wer uns verlassen könnte". Demnächst soll das Gehalt von geschätzten knapp fünf Millionen Euro aufgestockt und De Bruyne so signalisiert werden, dass man ihn auch nicht für viel Geld abgeben möchte.

Interessenten gibt es für den 23-Jährigen aber jede Menge. Kein Wunder: De Bruyne ist noch vor Arjen Robben aktueller Top-Scorer der Bundesliga. "Er spielt wirklich eine herausragende Saison", lobte Hecking in Mailand vor dem Rückspiel erneut. Bei schon 17 Torvorlagen nach nur 25 Ligaspielen dürfte es nicht mehr lange dauern, bis der Rekord von 20 Assists von Zvjezdan Misimovic aus der Wolfsburger Meistersaison 2008/09 und Bayerns Franck Ribéry aus der Spielzeit 2011/12 fällt.
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