Viel Lob und ein bisschen Ärger

In einem waren sich die acht Trainer beziehungsweise Betreuer der teilnehmenden Mannschaften einig: Der Medienhaus-Cup 2014 war wieder eine gelungene Veranstaltung. Von links: Markus Dagner (SC Luhe-Wildenau), Willibald Haller (DJK Ammerthal), Tim Haberl (SV Etzenricht), Sascha Haberkorn (SV Mitterteich), Bernd Scheibel (FC Amberg), Christian Stadler (SpVgg SV Weiden), Faruk Maloku (SpVgg Bayern Hof) und Timo Studtrucker (SC Ettmannsdorf); im Vordergrund Turniersprecher Andreas Hahn.

Volles Haus, beste Stimmung, toller Hallenfußball - der Medienhaus-Cup 2014 erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen. Zuschauer, Spieler und Trainer hatten ihren Spaß - allerdings nicht unbedingt alle.

Weiden. (af) Bei der Pressekonferenz nach Turnierende ergriff Markus Dagner als Erster das Mikrofon. "Überhaupt nicht zufrieden" sei er, das habe er auch bereits der Mannschaft gesagt, teilte der Coach des SC Luhe-Wildenau unverblümt mit. "Achter, das ist auch Letzter", ärgerte er sich und wagte so verstimmt einen Ausblick auf die Bezirksliga-Restrunde: "Ich hoffe, dass wir da nicht zu den Absteigern gehören." Beinahe ins gleiche Horn stieß Willibald Haller vom abstiegsgefährdeten Bayernligisten DJK Ammerthal: "Unser Abschneiden war nicht so wie gewohnt. Aber es klappt ja schon im gesamten Saisonverlauf nicht so." Oberstes Ziel bleibe der Klassenerhalt.

Hervorragender Name

Damit war der Ärger auch schon raus. Ausnahmslos lobten die Trainer dann eine Veranstaltung, die sich in der Region einen hervorragenden Namen gemacht hat. "Der Medienhaus-Cup hat Kareth längst den Rang abgelaufen. Man sieht, welchen Stellenwert das Turnier hat", sagte Christian Stadler vom Sieger SpVgg SV Weiden. "Wir haben mit ein bisschen Glück, aber auch verdient gewonnen. Ich bin rundum zufrieden."

Das konnte auch Tim Haberl sein. Bei seinem Medienhaus-Cup-Debüt führte er den SV Etzenricht ins Endspiel. "Platz zwei ist ein Riesenerfolg", meinte der 20-Jährige, der seinem "Ziehvater" Faruk Maloku dankte: "Ohne Dich würde ich nicht hier stehen." Der so Gelobte rückte die Verdienste zurecht: "Für seine Qualitäten ist jeder selbst verantwortlich." Platz drei befand Maloku als "okay, das Finale wäre wohl zu viel des Guten gewesen." Seine Mannschaft wolle er im weiteren Bayernliga-Verlauf Spiel für Spiel weiterentwickeln, "mal sehen, ob es für Platz vier oder fünf reicht."

Zurückhaltender, was die Bayernliga betrifft, zeigte sich Bernd Scheibel vom FC Amberg: "Wir lassen da alles auf uns zukommen." Um so deutlicher wurde Scheibel, was den Medienhaus-Cup betrifft: "Unser Ziel war das Halbfinale, das haben wir erreicht." Dass man dann im Neunmeterschießen verloren habe, sei "etwas unglücklich" gewesen.

Vor drei Jahren sang- und klanglos Letzter, nun ein zufriedener Sechster: Timo Studtrucker vom SC Ettmannsdorf hatte an den Leistungen seines Teams kaum etwas auszusetzen: "Das war eine tolle Geschichte für unsere Jungs, vor so vielen Zuschauern zu spielen." Die Bürde des Titelverteidigers sei schwer gewesen, machte dagegen Sascha Haberkorn (SV Mitterteich) deutlich. Dennoch habe man sich gut verkauft: "Das erste Spiel haben wir verschlafen, dann hat es nicht mehr gereicht." Sein Fazit: "Der Medienhaus-Cup ist ein Turnier, zu dem wir immer gerne kommen."

Präsent für Binner

Über so viel Anerkennung freuten sich natürlich Geschäftsführer Reinhold Pöll und Chefredakteur Norbert Gottlöber vom Medienhaus "Der neue Tag/Amberger Zeitung". Sie gaben das Lob an die vielen Helfer der SpVgg SV Weiden weiter, Pöll übergab an Turnierorganisator Thomas Binner ein Präsent: "Ohne ihn wäre das so nicht machbar."
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