Völler: "Jedes Spiel ein Endspiel" - Trainer Schmidt hält an seiner Strategie fest
Bayer gegen Benfica unter Druck

Leverkusens Trainer Roger Schmidt ist gespannt auf den ersten Heimauftritt der Leverkusener gegen Benfica Lissabon. Bild: dpa
Bayer Leverkusen steht in der Champions-League bereits im zweiten Gruppenspiel gegen Benfica Lissabon mächtig unter Zugzwang. "In dieser Gruppe ist wirklich jedes Spiel ein Endspiel", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler vor der Partie am Mittwoch, 1. Oktober (20.45 Uhr/Sky) gegen den 25-maligen portugiesischen Meister und gab selbst zu: "Wir stehen unter Druck". Schließlich patzte der Werksclub im Auftaktspiel der Königsklasse bei AS Monaco (0:1).

"Wir haben ein Heimspiel und wollen uns wieder eine gute Ausgangsposition schaffen", sagte Leverkusens Cheftrainer Roger Schmidt, für den aber eine Niederlage auch nicht aller Tage Abend bedeuten würde: "Wenn wir gewinnen ist alles offen, wenn wir verlieren haben wir aber immer noch eine Chance, weiterzukommen."

Allerdings hat Bayer 04 zuletzt nur eines von fünf Pflichtspielen gewonnen. "Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn wir nicht gut spielen würden und es nicht schaffen, unsere Spielweise umzusetzen und eine gewisse Dominanz zu schaffen", erklärte Schmidt. "Trotz der nicht gewonnenen Spiele können wir positiv nach vorne schauen, weil eine klare Struktur im Spiel ist."

Deshalb will er auch gegen den Europa-League-Finalisten von 2013 und 2014 keine Abstriche von der Strategie aus Balleroberung und Gegenpressing machen. "Grundsätzlich wollen wir immer unser Spiel machen und auch gegen Benfica Bayer-04-Fußball spielen", kündigte Schmidt unbeirrt selbstbewusst an. "Wir werden es nicht neu für die Champions-League erfinden, sondern sind sehr sicher bei dem, was wir machen."

Vor zwei Jahren war jedoch im Sechzehntelfinale der Europa-League für Bayer Endstation gegen Benfica. "Sie waren in den letzten Jahren zwei Mal im Europa-League-Endspiel und wissen, wie man Schlachten schlägt und enge Spiele gewinnt", urteilte Schmidt. Die Portugiesen hatten ebenso wie der Bundesliga-Dritte das erste Spiel der Gruppe C zu Hause gegen Zenit St. Petersburg (0:2) verloren.

"Es ist kein Geheimnis, dass Lissabon einen ordentlichen Fußball spielen kann", befand Bayer-Torwart Bernd Leno. "Es wird ein offenes Spiel auf Messers Schneide." Vor ihm in der Viererkette wird wieder der zuletzt angeschlagene Abwehrchef Ömer Toprak stehen. Offen ist noch, ob Sebastian Boenisch nach einer Schleimbeutelentzündung auf der linken Seite verteidigen kann. Fehlen wird weiterhin Gonzalo Castro.
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