Volle Pulle gegen Lazio

Leverkusens Hakan Calhanoglu umkurvt im Hinspiel bei Lazio Rom einen Gegenspieler und schießt danach auf das Tor: Bayer 04 muss im Rückspiel der Champions-League-Qualifikation einen 0:1-Rückstand aufholen. Bild: dpa

Bayer Leverkusen will den guten Saisonstart mit dem Einzug in die Champions-League veredeln. Nach drei Pflichtspielsiegen in Bundesliga und Pokal ist die Zuversicht groß, trotz des 0:1 in Rom mit einem Heimsieg zum zehnten Mal die Gruppenphase zu erreichen.

Vor dem Spiel des Jahres präsentiert sich Roger Schmidt bester Laune, ruhig und zuversichtlich. "Ich weiß, dass die Mannschaft sehr entschlossen und fokussiert sein wird", sagte der Trainer von Bayer Leverkusen vor dem Showdown um den Einzug in die Gruppenphase der Champions-League gegen Lazio Rom am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ZDF) . Das 0:1 vor einer Woche in Rom ändere nichts am Ziel und der Taktik. "Für uns macht dieses Ergebnis keinen großen Unterschied. Unser Ansatz ist immer, viel Druck auszuüben, sehr aktiv zu sein und trotzdem auch defensiv gut zu stehen. Wir wollen uns am Ende gegen Lazio durchsetzen."

Kapitän Lars Bender setzt besonders auf die Unterstützung der Fans in der mit 28 000 Zuschauern ausverkauften BayArena. "Wir haben schon im Vorjahr daheim sehr gute Spiele gemacht und hatten immer tolle Unterstützung", betonte Bender vor dem Abschlusstraining am Dienstag. "Wir wollen die Arena erneut zu einer Festung machen und klasse Fußball zeigen." Das ganze Jahr habe man "hart und intensiv dafür gearbeitet", in die Champions-League zu kommen: "Es ist die letzte Chance und wir werden uns 90 Minuten voll reinhauen."

Man wolle "diesen vierten Platz vergolden", sagte Geschäftsführer Michael Schade mit Blick auf den Rang der Vorsaison. Die zehnte Königsklassen-Teilnahme der Clubgeschichte ist für die Werkself aus vielen Gründen extrem wichtig: "Da kann man Selbstvertrauen für die Saison aufbauen. Die Champions-League bedeutet nachhaltige Imagewerte, vor allem für unseren Hauptsponsor, weil man da in anderen Ländern ganz andere Auftritte hat. Und es hat natürlich auch mit Finanzkraft zu tun", sagte Schade.

Mit gut 20 Millionen Euro kann ein Verein planen, der die Gruppenphase erreicht. Und Bayer muss wohl noch bis zum Ende der Transferperiode am 31. August investieren. Die "schicksalhafte Entwicklung" (Schade) mit der Verletzung des Zwölf-Millionen-Einkaufs Charles Aranguiz sowie der dünnen Personaldecke im der Innenverteidigung durch die Ausfälle von Ömer Toprak und Tin Jedvaj zwingen zum Handeln.

Gegen Lazio kehrt Kyriakos Papadopoulos wieder in die Innenverteidigung neben Jonathan Tah zurück.
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